Politik

Austausch von Diplomaten USA und Nordkorea erwägen Verbindungsbüros

105508182.jpg

US-Präsident Trump zusammen mit Kim während ihres Treffens in Singapur.

(Foto: picture alliance/dpa)

Kommende Woche soll der zweite Gipfel zwischen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim stattfinden. Bereits im Vorfeld denken beide Seiten über den Aufbau fester Kontaktstellen nach. Der Austausch von Beamten, heißt es, könnte die Beziehungen verbessern.

Nach ihrer Annäherung im vergangenen Jahr erwägen die USA und Nordkorea Medienberichten zufolge die Einrichtung eines Verbindungsbüros im jeweils anderen Land. Die US-Regierung könnte einige Verbindungsbeamte nach Nordkorea entsenden, um dort ein Büro einzurichten, berichtete der amerikanische Nachrichtensender CNN unter Berufung auf hochrangige Diplomaten. Es wäre ein erster Schritt zur Normalisierung der Beziehungen. Die Gespräche darüber seien noch vorläufig.

Hintergrund der Überlegungen sind die Vereinbarungen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un bei ihrem historischen Gipfeltreffen im vergangenen Juni in Singapur. Beide Seiten waren sich einig, neue bilaterale Beziehungen schaffen zu wollen. Kim und Trump wollen sich Mitte der nächsten Woche erneut in Hanoi treffen.

Kim hatte sich auch zu einer "kompletten Denuklearisierung" der koreanischen Halbinsel bereit erklärt. Doch gab es bisher keine konkreten Zusagen, bis wann das kommunistisch regierte Land sein Atomwaffenarsenal abrüsten und wie die Gegenleistungen Washingtons aussehen könnten.

Pjöngjang erwartet US-Geste

Angesichts des mangelnden Fortschritts bei den Gesprächen seit dem ersten Gipfeltreffen erwarte Nordkorea eine "bedeutende Geste vonseiten der USA", zitierte CNN die Diplomaten. Eine erste Maßnahme könnte der Austausch von Verbindungsbeamten sein, hieß es.

Die Idee sei nicht neu, berichtete der US-Nachrichtensender. Entsprechende Verhandlungen habe es bereits infolge des amerikanisch-nordkoreanischen Rahmenabkommens von 1994 gegeben, in dem sich Nordkorea zur Einfrierung seines Atomprogramms verpflichtet hatte. Ein Jahr später habe Nordkorea die Pläne jedoch wegen neuer Spannungen gestrichen.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

Mehr zum Thema