Politik

Im Bergbau- und Stahlsektor USA verhängen neue Iran-Sanktionen

Die Reaktion auf die teilweise Aussetzung des Atomabkommens durch den Iran lässt nicht lange auf sich warten: Trump kündigt Sanktionen auf den Bergbau- und Stahlsektor an. Damit wollen die USA die zweitgrößte Einnahmequelle des Irans treffen.

Die USA verhängen erneut Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, die vor allem die Metallbranche des Landes treffen sollen - und damit laut US-Präsident Donald Trump die zweitgrößte Einnahmequelle des Landes. Trump erließ laut Weißem Haus ein entsprechendes Dekret. "Wir setzen erfolgreich die mächtigste Kampagne des maximalen Drucks aller Zeiten ein, die durch die Handlungen des heutigen Tages noch weiter gestärkt wird", heißt es in einer Mitteilung Trumps.

Dem Iran sollen damit Einnahmen aus dem Export von Kupfer, Eisen, Stahl und Aluminium verwehrt werden, die zur Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, zur Unterstützung von Terrorgruppen und -netzwerken, Aggressionen in der Region und militärischer Expansion verwendet werden könnten, heiß es in dem Dekret. Demzufolge sollen Besitztümer in den USA, etwa Bankkonten von allen iranischen Personen, die in den entsprechenden Industriezweigen tätig sind, eingefroren werden. Dies gelte auch für alle, die wissentlich an entsprechenden Geschäften teilgenommen und diese maßgeblich unterstützt haben - was etwa ausländische Banken treffen könnte.

Die neuen Sanktionen kommen ein Jahr nach dem Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran. Die inzwischen bislang wieder eingeführten Sanktionen richten sich vor allem gegen den Energie- und Bankensektor des Landes.

Trump erklärte, das Atomabkommen mit dem Iran sei "nicht reparabel". Er würde sich jedoch freuen, eines Tages mit der Führung des Irans zusammenzutreffen, um eine Vereinbarung auszuarbeiten und - ganz wichtig - Schritte zu unternehmen, dem Iran die Zukunft angedeihen zu lassen, die das Land verdiene.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa

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