Politik

Harte Kämpfe im Donbass London meldet russische Fortschritte in der Ostukraine

Seit Russland seine Truppen auf die Ostukraine konzentriert, haben die Kämpfe dort zugenommen. Moskau versuche, mehrere Städte zu umzingeln, meldet der britische Geheimdienst - doch die Ukraine leiste Widerstand. Nach Angaben aus Kiew will Russland zudem ganz Luhansk erobern.

Nach Einschätzung britischer Geheimdienste hat Russland bei seiner Offensive in der Ostukraine einige lokale Fortschritte gemacht. Moskau habe die Intensität seiner Aktivitäten im Donbass deutlich verstärkt und versuche dort, mehrere Städte zu umzingeln, hieß es in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums.

Allerdings sei dies nur ein Teil von Russlands Mission, die gesamte Donbass-Region unter seine Kontrolle zu bringen, hieß es weiter. Der ukrainische Widerstand sei stark.

Sollte sich die Frontlinie im Donbass weiter nach Westen verschieben, werde dies mutmaßlich weitere logistische Schwierigkeiten für die Russen mit sich bringen, so die britischen Geheimdienste. Schon seit Monaten veröffentlicht die britische Regierung in ungewöhnlich offener Art und Weise regelmäßig Geheimdienstinformationen zum Verlauf des Angriffskriegs. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor.

"Feind hört nicht auf anzugreifen"

Nach ukrainischen Angaben streben die russischen Truppen im Donbass weiterhin die vollständige Eroberung des Gebiets Luhansk an. "Der Feind hört nicht auf, anzugreifen", teilte der ukrainische Generalstab mit. Insbesondere werde versucht, die strategisch wichtigen Städte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk einzukreisen.

Zugleich hätten Russlands Streitkräfte bei Sjewjerodonezk aber auch besonders hohe Verluste zu beklagen, hieß es weiter. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Auch um die Stadt Bachmut im Gebiet Donezk werde weiter heftig gekämpft.

Russlands Militär berichtete unterdessen vom Abschuss eines ukrainischen Kampfflugzeugs bei Kramatorsk. Zudem seien innerhalb von 24 Stunden insgesamt 36 militärische Stellungen der Ukrainer mit Raketen beschossen worden.

Drei Monate nach Kriegsbeginn hat sich Russlands Armee vor allem auf Angriffe im Osten des Nachbarlandes konzentriert. Insbesondere nach dem Fall der Hafenstadt Mariupol vor einigen Tagen befürchtet die Ukraine dort nun verstärkt russische Offensiven.

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 24. Mai 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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