Politik

Im Schwarzen Meer zurückgedrängt Ukraine meldet Erfolge gegen russische Flotte

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Der russischen Flotte sei die "totale Kontrolle über den Nordwesten des Schwarzen Meers entzogen" worden, hieß es aus Kiew.

(Foto: AP)

Dem ukrainischen Verteidigungsministerium zufolge wird Russlands Flotte im Schwarzen Meer mehr als 100 Kilometer von der Küste weggedrängt. Demnach verlegen die Russen ihre Verteidigungssysteme in andere Gebiete. Die Lage in der Stadt Sjewjerodonezk bleibt derweil weiter schwierig.

Der ukrainischen Armee ist es nach eigenen Angaben gelungen, die russische Flotte auf mehr als 100 Kilometer Entfernung von der Schwarzmeerküste des Landes zurückzudrängen. Der russischen Flotte sei die "totale Kontrolle über den Nordwesten des Schwarzen Meers entzogen" worden, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew über Telegram mit.

Russland versuche aber, die Kontrolle über das Meeresgebiet zurückzuerobern, den Städten an der Küste drohten weiterhin russische Raketenangriffe. Zudem blockiere die russische Flotte weiterhin die zivile Schifffahrt, erklärte das Ministerium. Als Reaktion auf die ukrainischen Erfolge im Schwarzen Meer hätten die russischen Streitkräfte Systeme zur Küstenverteidigung auf die Halbinsel Krim und das von Russland besetzte Gebiet rund um die Stadt Cherson verlegen müssen.

Zudem wurden nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums zusätzliche russische Kräfte auf der russisch besetzten Schlangeninsel stationiert. Die Informationen ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Kriegsschiffe der russischen Marine halten seit Wochen eine Seeblockade vor der Ukraine aufrecht.

Im Kampf um die strategisch wichtige Stadt Sjewjerodonezk in der Ostukraine erscheint die Lage der ukrainischen Kräfte indes als zunehmend schwierig. "Wir halten durch, aber sie sind mehr, und sie sind stärker", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor Journalisten in Kiew unter Bezug auf die russischen Truppen. Selenskyj bezeichnete Sjewjerodonezk wie auch das benachbarte Lyssytschansk als "heute tote Städte". Nach seinen Angaben halten sich aber inmitten russischen Artilleriebeschusses noch zwischen 10.000 und 15.000 Zivilisten in Sjewjerodonezk auf.

Der ukrainische Regionalgouverneur Serhij Gajdaj teilte seinerseits mit, die Lage für die ukrainische Armee in Sjewjerodonezk habe sich nach jüngsten Erfolgen wieder "verschlechtert". Sjewjerodonezk ist die letzte größere Stadt der Region Luhansk im Donbass, die von Russland noch nicht erobert wurde.

Quelle: ntv.de, chf/AFP

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