Politik

Von Russen gefangengenommen Ukrainische Schlangeninsel-Soldaten am Leben

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Auf der Schlangeninsel stand eine ukrainische Grenzstation.

(Foto: imago stock&people)

Weil 13 ukrainische Soldaten auf der Schlangeninsel in der Nähe der Donaumündung einem russischen Kriegsschiff trotzen, feierte Kiew ihren Mut und Widerstandsgeist. Die Infrastruktur der Insel wird komplett zerstört, lange geht man vom Tod der Männer aus. Doch es kommt offenbar anders.

Die ukrainischen Soldaten von der Schlangeninsel im Schwarzen Meer sind Angaben aus Kiew zufolge in russischer Gefangenschaft. "Wir sind sehr froh zu erfahren, dass unsere Mitstreiter leben und alles mit ihnen gut ist", teilte die ukrainische Flotte per Facebook mit. Die Ukrainer hätten sich ergeben, nachdem die Munition ausgegangen sei. Russland habe dabei die komplette Infrastruktur der Insel vor dem Donaudelta zerstört.

Die Besatzung des russischen Kriegsschiffs hatte die Garnison der Schlangeninsel in der Nähe der Donaumündung aufgefordert, sich zu ergeben. Daraufhin hätten die Grenzwächter zurückgefunkt: "Russisches Kriegsschiff, f**** Euch!" Das Kriegsschiff habe dann die Insel beschossen. Die Regierung in Kiew feierte den Widerstandsgeist und Mut der Soldaten, ging aber vom Tod aller 13 Ukrainer aus, nachdem am Samstag die Verbindung zu den Soldaten auf der Insel verloren gegangen war. Das russische Militär zeigte später jedoch Bilder der Gefangenen nach ihrer Ankunft in Sewastopol auf der Halbinsel Krim.

Vergangenen Donnerstag hat Russland einen Krieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen. Nach dem Einmarsch ist die Lage in den Kampfgebieten unübersichtlich. Das ukrainische Gesundheitsministerium berichtete von 352 getöteten Zivilisten, mindestens 2040 Zivilisten seien verletzt worden. Selenskyj hatte am Freitag von 137 toten Soldaten gesprochen, sich seitdem aber nicht mehr dazu geäußert. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs starben seit Beginn des Krieges 4500 russische Soldaten. Russland räumte Verluste ein, nannte aber keine Zahlen.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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