Politik

Farbbeutel in Berlin Unbekannte attackieren türkische Botschaft

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Rot, Grün und Gelb sind Farben der kurdischen Flagge.

(Foto: picture alliance / Paul Zinken/d)

Der Staatsschutz ermittelt gegen Unbekannte, die mit Farbbeuteln die türkische Botschaft in Berlin attackiert haben. Die verwendeten Farben deuten auf eine politische Motivation hin. Die Botschaft selbst vermutet "Sympathisanten der Terrororganisation".

Nach einer Farbbeutel-Attacke auf die türkische Botschaft in Berlin ermittelt der polizeiliche Staatsschutz. "Wir gehen von einer politisch motivierten Tat aus", sagte ein Polizeisprecher. Die türkische Botschaft verurteilte die Attacke auf Twitter und vermutete dahinter "Sympathisanten der Terrororganisation". Weiter hieß es: "Wir erwarten, dass die deutschen Sicherheitsbehörden die Ermittlungen schnellstmöglich zum Abschluss bringen. Zudem erwarten wir, dass die Täter gefasst und zur Rechenschaft gezogen werden."

Am frühen Morgen hatten nach Polizeiangaben Unbekannte zunächst auf der Tiergartenstraße an der Botschaft einen Nebeltopf gezündet. Aus dem Nebel seien drei oder vier vermummte Personen gekommen, hätten die Farbbeutel geworfen und seien dann unerkannt geflüchtet, hieß es zu den bisherigen Ermittlungen. In welchem politischen Spektrum die Täter vermutet werden, blieb offen. Gegenwärtig werde ein Selbstbezichtigungsschreiben geprüft, das im Internet kursiere.

Die Farbbeutel trafen die Fassade sowie mindestens ein Fenster der Botschaft. Die verwendeten Farben Rot, Grün und Gelb könnten auf die kurdische Flagge schließen lassen. In den vergangenen Tagen hatten Kurden in mehreren deutschen Städten gegen die türkischen Artillerie-Angriffe auf die kurdische Stadt Afrin in Nordsyrien demonstriert.

Spezialisten des Landeskriminalamtes sicherten Spuren. Die Straße vor der Botschaft sowie der Zugang zum Gebäude wurden vorübergehend gesperrt. Es seien Beweismittel sichergestellt worden, sagte ein Polizeisprecher. Nach seinen Angaben hat zudem ein Taxifahrer in einem Gebüsch ein bengalisches Feuer brennen sehen. Eine Radfahrerin entdeckte zudem auf einem Gehweg in der Nähe eine Stacheldrahtrolle.

Quelle: n-tv.de, mra/dpa/AFP

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