Politik

Zusammenhang mit Amazon-Attacke? Unbekannte beschmieren Botschaftsgebäude

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Die Spuren des Angriffs sind an dem Botschaftsgebäude deutlich zu erkennen.

(Foto: dpa)

In den frühen Morgenstunden werfen mehrere Personen Farbbeutel auf die brasilianische Botschaft in Berlin. Mehrere Fensterscheiben gehen zu Bruch. Die Täter können unerkannt flüchten. Die Polizei prüft nun Parallelen zu einer ähnlichen Attacke in der Hauptstadt.

Die Botschaft Brasiliens in Berlin ist in der Nacht Ziel eines Angriffs von mehreren vermummten Tätern geworden. Wie die Polizei mitteilte, warfen die Angreifer Farbbeutel auf das Gebäude in Berlin-Mitte und schütteten Farbe an die Fassade. Zudem schlugen sie mit Gegenständen gegen die Fenster und beschädigten dabei 16 Fensterscheiben.

Als ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes eingreifen wollte, seien die vier Angreifer unerkannt geflüchtet. Das Personal der Botschaft sei unverletzt geblieben. Der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernahm den Angaben zufolge die Ermittlungen, da es sich um eine politisch motivierte Tat handeln könnte.

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Auch Amazon war Ziel mehrerer Angriffe in Berlin.

(Foto: dpa)

Bereits Anfang Januar war die brasilianische Botschaft Zielscheibe eines Protests gegen den neuen Präsidenten Jair Bolsonaro geworden. Unbekannte besprühten die Glasfassade mit einem Schriftzug in portugiesischer Sprache: "Wir werden gegen den Faschismus in Brasilien kämpfen" war dort übersetzt zu lesen.

Autos von Amazon brennen

Bei der aktuellen Farbattacke wird der Berliner Polizei zufolge auch geprüft, ob es einen Zusammenhang mit dem Angriff auf das Amazon-Gebäude in der Krausenstraße am Donnerstagmorgen gebe. Dort hatten drei vermummte Personen die Eingangstür des Gebäudes versperrt, sodass der Wachschutz am schnellen Verlassen des Hauses gehindert wurde. In der Folge verschmutzten sie das Gebäude mit Farbe und bewarfen die Scheiben mit Pflastersteinen.

In der Nacht zu Freitag zündeten darüber hinaus Unbekannte mehrere Lieferfahrzeuge von Amazon in den Berliner Stadtteilen Gesundbrunnen und Karlshorst an. Auch in diesen Fällen ermittelt nun der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa

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