Politik

Keine Kassenleistung Union schmettert Spahns Gentest-Vorschlag ab

115613603.jpg

Spahns Vorschlag wird in seiner eigenen Fraktion abgeschmettert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gesundheitsminister Spahn scheitert mit seinem Vorschlag zur Präimplantationsdiagnostik in den eigenen Reihen. Laut einem Bericht stimmte die Arbeitsgruppe Gesundheit einstimmig gegen die Pläne.

Die Unionsfraktion hat sich gegen die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gestellt, die umstrittene Präimplantationsdiagnostik (PID) von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlen zu lassen. Zu dem Vorhaben gebe es noch "Diskussionen", sagte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus. "Wir werden uns das in Ruhe anschauen." Brinkhaus sagte zudem, eine Neuregelung werde es "im nächsten Gesetz" nicht geben.

Damit bezog er sich offenbar auf das Terminservice- und Vorsorgegesetz (TSVG). Die Kostenübernahme der PID durch Krankenkassen sollte im Rahmen des Gesetzes neu geregelt werden, was auf Kritik stieß. Wie die "Welt" berichtete, sprach sich die Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Fraktion einstimmig gegen die Pläne Spahns aus. Demnach lautete die Kritik der Unionsfraktion, die Neuregelung innerhalb eines Termingesetzes wirke "untergeschoben".

Bei der PID werden im Reagenzglas erzeugte Embryonen schon vor dem Einpflanzen in den Mutterleib auf mögliche schwere Erbkrankheiten untersucht. Erlaubt sind derartige Gentests an Embryonen nur dann, wenn ein Elternteil oder beide Elternteile die Veranlagung zu einer schweren Erbkrankheit haben oder mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Tot- oder Fehlgeburt droht. Eine vorherige Beratung ist Pflicht.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP

Mehr zum Thema