Politik

Polizei geht auf Bürger zu "Vieles verhindert, aber nicht alles"

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Auch so wurde gegen den G20-Gipfel protestiert.

(Foto: dpa)

Der G20-Gipfel in Hamburg wird von Krawallen und Ausschreitungen überschattet. Nach den Treffen der Staatschefs beginnt die Polizei eine Bürger-Tour durch die besonders betroffenen Gebiete. Derweil bittet sie um Hilfe bei der Fahndung.

Die Polizei in Hamburg sucht nach den Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in der Hansestadt um Kontakt zu betroffenen Bürgern und will entstandene Schäden regulieren. "Wir werden die betroffenen Menschen nicht allein lassen mit Ihren Schäden und möchten Ihnen Gelegenheit geben, darüber mit uns zu sprechen", sagte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer. "Die Polizei hat vieles verhindern können, aber leider nicht alles. Jedem Polizisten schmerzt das Herz, die Gewalttäter nicht in jeder Situation sofort gestoppt zu haben. So kam es zu den schlimmen Bildern und Schäden in unserer Stadt."

In die von der Zerstörung durch Gewalttäter betroffenen Stadtteile schickt die Polizei demnach Infomobile und Kommunikationsteams. Ziel sei es, betroffenen Bürgern "Gelegenheit zu geben, Ihre Schadensregulierung in die Wege zu leiten", erklärte Meyer.

Der Hamburger G20-Gipfel war von massiven Krawallen begleitet worden. Gewalttäter zündeten Autos an, lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei und plünderten Geschäfte. Bei den Einsätzen rund um den Gipfel wurden nach Polizeiangaben 476 Beamte verletzt.

Derweil sucht die Polizei weiter nach Zeugen der Gewaltnächte. Dazu hat die Behörde eigens ein Portal eingerichtet. Bislang sind mehr als 1000 Hinweise eingegangen. Eingeschickt werden können Bilder und Filmaufnahmen. Bei den Krawallen waren den Behörden zufolge 476 Beamte verletzt worden. Zudem wurden mehr als 180 Menschen festgenommen. Gut 40 Haftbefehle wurden erlassen.

Quelle: n-tv.de, jwu/AFP/dpa

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