Politik
Von der Leyen will einen härteren Kurs gegenüber Russland durchsetzen.
Von der Leyen will einen härteren Kurs gegenüber Russland durchsetzen.(Foto: dpa)
Sonntag, 22. April 2018

Auf Minsker Abkommen pochen: Von der Leyen will harten Kurs gegen Putin

Die Bundeswehr hat sich bei dem Angriff der USA, Frankreich und Großbritannien auf Syrien nicht beteiligt. Dennoch unterstützt Ursula von der Leyen den Einsatz. In einem Interview fordert sie nun auch eine deutlich härtere Gangart gegen Russlands Präsident Putin.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen kritisiert Russlands Rolle in Syrien und fordert gleichzeitig ein entschiedenes Handeln in Bezug auf die Außenpolitik Putins. In einem Interview mit der "Bild am Sonntag" sagt sie: "Russland lässt zu, dass Assad fliegt und seine Fassbomben abwirft. Die Rebellen haben weder Helikopter noch Kampfjets."

Zudem betont sie, dass Geschlossenheit gegenüber Russland wichtig sei. Die Bundesregierung hatte die Angriffe der USA, Frankreich und Großbritannien zwar verteidigt, aber nicht selbst unterstützt. Russland hingegen engagiert sich im Syrien-Krieg auf der Seite des Assad-Regimes.

"Das Kernproblem ist heute: Der Kreml braucht Feindbilder, die freien Gesellschaften des Westens nicht. Deshalb ist es wichtig, dass wir aus einer Position der Geschlossenheit und Stärke bereit bleiben zum Dialog mit Moskau."

Anbiedern oder Nachgiebigkeit macht Putin laut der Bundesverteidigungsministerin nicht freundlicher. Von der Leyen fordert, die Regierung müsse darauf pochen, dass Russland bezüglich der Ostukraine seine Zusagen von Minsk einhält, bevor es eine Lockerung der Sanktionen gibt. Trotzdem betont sie in dem Interview, dass sie gerne ein besseres Verhältnis zu Russland hätte.

Quelle: n-tv.de