Politik

Nach Wagenknecht-Rede Ulrich Schneider verlässt die Linkspartei

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Ulrich Schneider ist nicht mehr Mitglied der Linkspartei.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Chef des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Schneider, kritisiert seine Partei immer wieder. Die Rede von Wagenknecht, in der sie Habeck einen "beispiellosen Wirtschaftskrieg" vorwirft, bringt nun aber das Fass für ihn zum Überlaufen. Er verlässt die Linkspartei.

Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, ist aus der Partei Die Linke ausgetreten. Das teilte der Soziallobbyist bei Twitter mit. Als Grund nannte Schneider den Auftritt der umstrittenen Linken-Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht im Bundestag in der vergangenen Woche. "Dass die Linksfraktion am letzten Donnerstag im Bundestag Sahra Wagenknecht ans Podium ließ, und was diese dann - man hätte es wissen müssen - vom Stapel ließ, war zu viel", schrieb Schneider.

Wagenknecht hatte Wirtschaftsminister Robert Habeck in einer Rede zum Etat-Entwurf seines Ministeriums attackiert und ihm einen "beispiellosen Wirtschaftskrieg gegen unseren wichtigsten Energielieferanten" vorgeworfen. Wagenknecht hatte sich im Ukrainekrieg wiederholt russlandfreundlich geäußert.

Schneider kritisiert Linke wiederholt

Bereits in derselben Bundestagsdebatte warfen SPD und Grüne der Linksfraktion vor, mit Wagenknecht eine Person ans Rednerpult gelassen zu haben, die dem Kriegstreiber Russland nach dem Mund rede.

Schneider, der 2016 in die Partei eingetreten war, kritisierte laut "Spiegel" seine Partei wiederholt öffentlich. Nach der Bundestagswahl im vergangenen Jahr etwa schrieb er in einem Brief an die Partei- und Fraktionsspitzen: "Weshalb sollten die Menschen eine Partei wählen, bei der absehbar ist, dass ihre Fraktion im Deutschen Bundestag nicht an einem Strang ziehen, sondern sich in internen personellen oder inhaltlichen Auseinandersetzungen ergehen wird?"

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 13. September 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, als

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