Politik

Reaktion auf Querschuss Wagenknecht und Bartsch kontern Gysi-Kritik

0299c9936daf4ea34f0d283a47fa5bec.jpg

"Die Partei ist nicht saft- und kraftlos", kontern die beiden Fraktionsvorsitzenden der Linken Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch.

(Foto: dpa)

Saft- und kraftlos? - Diese Kritik ihres Vorgängers wollen die Fraktionsvorsitzenden der Linken nicht auf sich sitzen lassen. Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch wollen lieber konstruktive Vorschläge hören.

Die Linken-Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch haben die Kritik ihres Vorgängers Gregor Gysi am Zustand der Partei zurückgewiesen. "Konkrete Vorschläge, die die Partei weiterbringen, sind immer willkommen", sagte Wagenknecht. "Ständige Querschüsse aus dem Off helfen dagegen niemandem."

Gysi hatte die Linke als "saft- und kraftlos" bezeichnet. Die Wähler sprächen der Linken Gestaltungskraft ab, denn im Bund vermittle die Partei den Eindruck, nicht in die Regierung zu wollen. In Ostdeutschland müsse die Linke zunehmend die Konkurrenz der AfD fürchten.

Wagenknecht entgegnete: "Dass ausgerechnet die xte Offerte an SPD und Grüne unser Profil schärfen und verlorene Wähler zurückgewinnen soll, ist eine seltsame Idee." Gysi übersehe auch, "dass die Linke aktuell in den meisten Umfragen oberhalb ihres letzten Bundestagswahlergebnisses liegt, obwohl die AfD seither fast 10 Prozent zugelegt hat".

Bartsch sagte der "Thüringer Allgemeinen": "Die Partei ist nicht saft- und kraftlos." Die Fraktion nehme ihre Aufgabe als Oppositionsführerin entschlossen wahr - mit Gysi in ihren Reihen. Am Samstag beginnt ein Linke-Parteitag in Magdeburg. Als falsch bezeichnete Bartsch Gysis Analyse, dass die Linke im Osten ihre Status als Protestpartei eingebüßt habe. Bartsch sprach sich trotz der jüngsten Niederlagen bei mehreren Landtagswahlen dafür aus, Regierungsbeteiligungen anzustreben.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa