Politik

"Jetzt sollen mal Jüngere ran" Walter-Borjans will Amt als SPD-Chef abgeben

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Walter-Borjans führt die Partei seit 2019 mit Saskia Esken in einer Doppelspitze.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der SPD-Vorsitzende Walter-Borjans will künftig kein SPD-Vorsitzender mehr sein. Er werde sich beim Parteitag am 11. Dezember nicht erneut um den Parteivorsitz bewerben, sagt er in einem Interview. Das Ziel für seine Zeit als Teil der Parteispitze habe er erreicht.

Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans will sich beim Parteitag am 11. Dezember nicht erneut um den Parteivorsitz bewerben. Dies bestätigte der Politiker der "Rheinischen Post". Er führt die Partei seit 2019 mit Saskia Esken in einer Doppelspitze. "Für mich war mit dem Vorsitz von vornherein keine weitere Karriereplanung verbunden, sondern das Ziel, die Partei auf Kurs zu bringen", sagte Walter-Borjans der Zeitung.

"Mit dieser Mission bin ich so weit gekommen, dass ich sagen kann: Jetzt sollen mal Jüngere ran." Dies habe der Politiker bereits eingeleitet: Er habe den Vorstand seines nordrhein-westfälischen Landesverbandes gebeten, auf seine erneute Nominierung zu verzichten.

Er gehe mit dem "gutem Gefühl, zwei Jahre die SPD mitgeprägt zu haben", so Walter-Borjans in der "Rheinischen Post". "Wir haben in dieser Zeit gezeigt, dass wir zusammenhalten und mit sozialdemokratischer Politik erfolgreich sein können." Die SPD sei nach vielen Jahren wieder die führende Größe in der deutschen Politik, zitiert ihn die Zeitung. Über einen Wunsch-Nachfolger oder -Nachfolgerin sagte der scheidende SPD-Chef nichts.

Er ist aber dagegen, dass die Parteiführung ins neue Kabinett geht. "Ein Regierungsmitglied als Parteichefin oder Parteichef ist notwendigerweise immer ein Stück Regierungssprecher", sagte Walter-Borjans der Zeitung. Er bevorzuge die bisherige Arbeitsteilung, so der Noch-Parteivorsitzende. Denn die habe sich bewährt.

Quelle: ntv.de, spl/ AFP

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