Politik

Wegen Anti-Rassismus Protest Washington verhängt Ausgangssperre

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Auslöser für die landesweiten Proteste war der Tod des Afroamerikaner George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in Minneapolis. Der inzwischen aus dem Polizeidienst entlassene weiße Verdächtige sei unter Mordverdacht verhaftet worden, sagte der zuständige Bezirksstaatsanwalt Freeman.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Afro-Amerikaner Floyd stirbt durch einen brutalen Polizeieinsatz. Tausende Menschen demonstrieren deshalb gegen Rassismus und Polizeigewalt, vielerorts kommt es zu Ausschreitungen. In Washington dürfen die Menschen nun wegen der großen Proteste nicht mehr ihre Häuser verlassen.

Die Proteste in den USA gegen Polizeigewalt und Brutalität gegenüber Afroamerikanern gehen auch in der Hauptstadt Washington weiter. Vor dem Weißen Haus versammelten sich gestern erneut Demonstranten. Polizisten riegelten die Regierungszentrale von Präsident Donald Trump ab. Die Protestierenden zogen daraufhin weiter, wurden aber bereits nach etwa 100 Metern von einer Polizeisperre aufgehalten, wo es vereinzelt zu Gerangel kam.

Sicherheitskräfte wurden mit Plastikflaschen beworfen, Demonstranten nahmen einem Beamten seinen Schlagstock ab. Die Protestler skandierten "Kein Frieden ohne Gerechtigkeit". Bereits in den Tagen zuvor hatte es Proteste vor dem Weißen Haus gegeben. Jüngst hatte Trump auf Twitter gedroht, hätten Demonstranten die Zäune der Regierungszentrale durchbrochen, wären sie mit den "bösartigsten Hunden und den bedrohlichsten Waffen" konfrontiert und schwer verletzt worden.

Die Bürgermeisterin von Washington, Muriel Bowser, ordnete für die Nacht eine Ausgangssperre an - von 23 Uhr am späten Sonntagabend bis 6 Uhr am Montagmorgen. Sie forderte zur Unterstützung der Polizei auch Kräfte der Nationalgarde an. Auslöser der Proteste, die am Sonntag in zahlreichen Städten andauerten, ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. In Minnesota und in mehreren anderen Bundesstaaten wurde die Nationalgarde bereits mobilisiert, nachdem Demonstrationen in Unruhen und Plünderungen ausgeartet waren.

Die Nationalgarde gehört zur Reserve der US-Streitkräfte und kann in Bundesstaaten in Ausnahmesituationen zu Hilfe gerufen werden. Nach Angaben des Senders CNN verhängten insgesamt fast 40 Städte in den USA angesichts der Proteste Ausgangssperren.

Quelle: ntv.de, can/dpa/AFP