Politik

Nächstes "Superspreader-Event"? Weißes Haus plant große Wahlparty

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In der Wahlnacht soll drinnen gefeiert werden, was die Infektionsgefahr erhöht.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Bei der letzten größeren Veranstaltung im Weißen Haus hatten sich Präsident Trump, seine Frau und mehrere Mitarbeiter infiziert. Das nächste Event mit Hunderten Gästen soll schon in der Wahlnacht stattfinden. Die Infektionsgefahr könnte dabei sogar noch höher sein.

Trotz der Warnungen der Gesundheitsbehörden vor den Risiken großer Versammlungen inmitten der Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump eine große Wahlparty im Weißen Haus angesetzt. Rund 400 geladene Gäste würden in der Wahlnacht am 3. November im Regierungssitz erwartet, hieß es aus Regierungskreisen. Alle Gäste müssten sich zuvor einem Corona-Test unterziehen.

Ursprünglich war die Zusammenkunft in Trumps Hotel auf der Pennsylvania Avenue geplant. Das Event soll wegen der Coronavirus-Einschränkungen in der Hauptstadt, die bei Veranstaltungen in Räumen ein Limit von 50 Personen setzen, nun aber im Ostflügel des Weißen Hauses stattfinden.

Bereits bei der Nominierungsveranstaltung der umstrittenen neuen Richterin am Obersten Gerichtshof, Amy Coney Barrett, hatte Trump zu einer großen Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses geladen. Die Zeremonie am 26. September erwies sich als sogenanntes "Superspreader Event", bei dem sich neben Trump und seiner Frau Melania auch zahlreiche weitere Regierungsmitarbeiter mit dem Virus infizierten.

Der republikanische Präsident Donald Trump muss bei der Wahl am 3. November um sein Amt fürchten. Landesweit führt nach Meinungsumfragen sein Herausforderer Joe Biden von den Demokraten. Es ist unklar, wie viele Stimmzettel am Dienstagabend ausgezählt sein werden. Mehr als 93 Millionen Amerikaner haben vorzeitig gewählt. Mehrere Bundesstaaten, darunter Pennsylvania und Wisconsin, gehen davon aus, dass die Auszählung aller per Brief abgegeben Stimmen mehrere Tage dauern könnte. Biden plant, die Wahlnacht in seiner Heimatstadt Wilmington im US-Bundesstaat Delaware zu verbringen.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa/rts