Politik

Terroranschläge in Frankreich Weiterer Verdächtiger in Paris festgenommen

Hinterhof des Hauses in Saint-Denis nach der Erstürmung der Wohnung. Ein Komplize von Abaaoud ließ dabei einen Sprengstoffgürtel detonieren.

Hinterhof des Hauses in Saint-Denis nach der Stürmung. Mohamed S. soll das Versteck an die Terroristen vermittelt haben.

(Foto: dpa)

Im Zuge der Ermittlungen zu den Anschlägen von Paris ist ein weiterer Verdächtiger gefasst worden: Der 25-jährige Mohamed S. soll das Versteck in der Pariser Vorstadt Saint-Denis an den Anschlagsdrahtzieher Abdelhamid Abaaoud vermittelt haben.

Die Pariser Polizei hat einen weiteren Verdächtigen mit Verbindung zu den Anschlägen am 13. November festgenommen: Dabei handelt es sich um einen Bekannten des Mannes, der dem mutmaßlichen Anschlagsdrahtzieher Abdelhamid Abaaoud in einer Wohnung in der Pariser Vorstadt Saint-Denis Unterschlupf gewährt hatte, wie AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet.

Der festgenommene Mohamed S. soll einen Kontakt zwischen dem Vermieter Jawad Bendaoud und der Cousine von Abaaoud Hasna Aitboulahcen hergestellt haben. Bendaoud vermietete illegal Wohnungen an Menschen mit geringen finanziellen Mitteln. Auch gegen ihn wurde nach den Anschlägen ein Terrorverfahren eingeleitet.

Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis

Fünf Tage nach den Anschlägen wurde Abaaoud bei der Erstürmung der Wohnung in Saint-Denis getötet. Mit ihm starben seine Cousine und ein mutmaßlicher Komplize, der einen Sprengstoffgürtel detonieren ließ.

Islamistische Angreifer hatten bei Attacken auf die Pariser Konzerthalle Bataclan, eine Reihe von Bars und Restaurants und die Fußballarena Stade de France am 13. November 130 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt. Zum tödlichsten Anschlag in der Geschichte Frankreichs bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).  

Quelle: ntv.de, vko/AFP