Politik

Kandidaten per Urwahl küren Werte-Union stellt die Kanzlerfrage

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"Mehr innerparteiliche Demokratie": Werte-Unions-Vorsitzender Mitsch will den Kanzlerkandidaten der CDU/CSU per Urwahl bestimmen lassen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wer soll der nächste Kanzlerkandidat der Union werden? Die CDU-Parteispitze hält sich beim Auswahlverfahren sorgfältig bedeckt. Doch die konservative Werte-Union will beim Parteitag eine Urwahl dafür vorschlagen. Auch bei der Jungen Union denkt man über einen Mitgliederentscheid nach.

Die konservative Werte-Union plant für den CDU-Parteitag Ende November einen Antrag zur Urwahl des Kanzlerkandidaten der Union. "Um im Falle eines Ausstiegs der SPD aus der GroKo schnell reagieren zu können, sollte die Union möglichst bald das Verfahren zur Bestimmung ihres Kanzlerkandidaten festlegen", erklärte ihr Vorsitzender Alexander Mitsch der "Passauer Neuen Presse". "Die Werte-Union hält eine Urwahl für ein gutes Mittel zur Stärkung der innerparteilichen Demokratie (...) Wir werden den Antrag auf dem Parteitag stellen."

Die Werte-Union hat im Internet auch eine Seite mit einem Vordruck freigeschaltet, auf der Unionsmitglieder sich für einen Mitgliederentscheid aussprechen können. Mit der Eintragung ihrer Daten unterschreiben sie den Satz "Ich unterstütze den Vorschlag der Werte-Union, den Kanzlerkandidaten der CDU/CSU per Urwahl der Mitglieder zu wählen".

Auch die Junge Union will sich auf ihrem Deutschlandtag am kommenden Wochenende mit dieser Frage befassen, wie JU-Chef Tilman Kuban der "Bild am Sonntag" sagte. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak wollte sich in dieser Frage nicht klar festlegen. Man werde den nächsten Kanzlerkandidaten "gleichberechtigt und gemeinsam" mit der CSU bestimmen, sagte er im ARD-"Bericht aus Berlin".

Quelle: n-tv.de, mau/dpa