Politik

"Nicht mit Werten vereinbar" Werteunion gegen Zusammenarbeit mit AfD

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Die Werteunion will die Union "zurück zur politischen Mitte" führen.

(Foto: imago images/Steinach)

Weil Mitglieder der Werteunion die Wahl von Kemmerich zum Ministerpräsidenten Thüringens begrüßen, gibt es zuletzt massive Kritik an dem konservativen Bündnis. Jetzt stellen die Mitglieder klar: Eine Zusammenarbeit mit der AfD wird abgelehnt.

Nach massiver Kritik an ihrem Kurs hat die konservative Werteunion jeder Zusammenarbeit mit der AfD eine klare Absage erteilt. "Die Werteunion lehnt eine Zusammenarbeit mit der AfD und der Linkspartei entschieden ab und hat auch nie eine Zusammenarbeit gefordert. Sie steht voll und ganz hinter den diesbezüglichen Beschlüssen des CDU-Bundesparteitags", heißt es in einem Beschluss, den der Bundesvorstand in Frankfurt auf Vorschlag des Vorsitzenden Alexander Mitsch fasste. "Die AfD vertritt Positionen, die mit unseren Zielen und Werten nicht vereinbar sind."

Der Beschluss fiel einstimmig unter Beteiligung der Landesvorsitzenden, wie Mitsch mitteilte. In dem Beschluss heißt es, die Werteunion sehe es als ihre Aufgabe an, "als wertkonservatives und wirtschaftsliberales Korrektiv zum Linkskurs der Kanzlerin zu wirken". Dieser Linkskurs habe das Aufkommen der AfD erst ermöglicht.

"Als Werteunion wollen wir vielmehr dazu beitragen, die Union zurück in die politische Mitte zu führen und konservative Wähler zurückzugewinnen", erklärte die Gruppe, die keine offizielle Parteigliederung ist. Sie hat nach eigenen Angaben mehr als 4000 Mitglieder. An der Sitzung nahm den Angaben zufolge auch frühere Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, teil.

Die Werteunion steht zurzeit auch in der Union massiv in der Kritik. Zuletzt hatten sich mehrere CDU-Politiker dafür ausgesprochen, Mitglieder der Gruppe wegen des Zuspruchs zur Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten aus der Partei zu drängen. Kemmerich war mit Stimmen von Liberalen, CDU und AfD gewählt worden, was bundesweit Empörung ausgelöst hatte. Kemmerich ist inzwischen zurückgetreten. Auch der Sprecher der Werteunion, Ralf Höcker, legte alle politischen Ämter nieder. Er begründete das mit Drohungen und Anfeindungen gegen ihn.

Quelle: ntv.de, ftü/dpa