Politik

Russische Angriffe auf UkraineWieder mal sieht nichts nach einer Waffenruhe aus

08.05.2026, 09:55 Uhr
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Die Ukraine meldet vielfachen Beschuss ihrer Stellungen an der Front durch die Kreml-Streitkräfte. (Archivbild) (Foto: picture alliance / TASS)

Erneut wird von Russland eine Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine angekündigt. Doch wie auch in den Fällen zuvor hält sich Moskau laut Angaben aus Kiew nicht daran. An der Front soll es weiterhin Attacken geben. In der Hauptstadt heulen zudem die Sirenen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem russischen Militär vorgeworfen, sich nicht an die von Moskau ausgerufene Feuerpause zu halten und eigene Schläge gegen Ziele in Russland bestätigt. "Alles deutet darauf hin, dass es von der russischen Seite nicht mal zum Schein einen Versuch gab, das Feuer an den Fronten einzustellen", schrieb er bei Telegram.

Selenskyjs Angaben nach hat Russland bis in den Morgen mehr als 850 Drohnen eingesetzt, mehr als 140 Mal ukrainische Positionen beschossen und ein Dutzend Sturmversuche unternommen. Kiew werde spiegelbildlich antworten, fügte er hinzu.

In Kiew ertönten die Sirenen am Morgen mehrere Minuten. Nach Behördenangaben war der Alarm wegen eines drohenden Raketenangriffs ausgelöst worden. Die von Russland ausgerufene Waffenruhe war um 0 Uhr (Ortszeit, Donnerstag, 23 Uhr MESZ) in Kraft getreten und soll bis Samstag gelten.

In einem weiteren Beitrag bestätigte Selenskyj den Angriff ukrainischer Drohnen auf Jaroslawl. Dort, 700 Kilometer von der Grenze entfernt, sei eine Ölanlage getroffen worden, die für die Kriegsfinanzierung Russlands wichtig sei, schrieb er. Dazu stellte er ein Video, das die brennende Raffinerie zeigen soll.

Gedenkfeier in Russland

Anlass für die zweitägige Feuerpause sind die russischen Gedenkfeierlichkeiten zum Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Moskau hatte mit einem "Vergeltungsschlag" auf Kiew gedroht, sollte die Ukraine die Gedenkfeier stören. Russland forderte ausländische Botschaften in der ukrainischen Hauptstadt zur Evakuierung auf.

Aus Angst vor ukrainischen Angriffen sollen anders als in den vergangenen Jahren keine Panzer oder anderes schweres militärisches Gerät bei der Parade in Moskau auffahren.

Quelle: ntv.de, rog/AFP/dpa

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