Politik

Treffen mit Spitzenpolitikern Wladimir Klitschko ist überraschend in Berlin

imago0152754352h.jpg

Verlässt Kiew zwischenzeitlich: Wladimir Klitschko.

(Foto: IMAGO/Ukrinform)

Die Ukraine benötigt weiterhin humanitäre als auch militärische Hilfe. Deutschland soll dabei eine zentrale Rolle einnehmen. Wladimir Klitschko verlässt daher Kiew und wirbt bei deutschen Politikern um Unterstützung.

Der frühere Box-Weltmeister Wladimir Klitschko ist mit einer Delegation aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Deutschland gefahren. "Es sind Treffen mit hochrangigen Politikern für eine politische Unterstützung der Ukraine geplant", teilte sein Bruder Vitali Klitschko, der Bürgermeister von Kiew, im Nachrichtenkanal Telegram mit. Es gehe dabei um wirtschaftliche, humanitäre und militärische Hilfe für den von Russland angegriffenen Staat. Nach ntv-Informationen ist um 13 Uhr ein Treffen mit Wirtschaftsminister Robert Habeck vorgesehen.

"Ich bin nach Deutschland gekommen, um die ukrainische Delegation zu unterstützen bei politischen Gesprächen in Berlin", sagte Wladimir Klitschko der "Bild"-Zeitung. "Es geht um weitere Hilfe für die Ukraine in einer dramatischen Situation für unser Land. Wir sind dankbar für die geleistete Hilfe, brauchen aber im Krieg gegen die russische Armee dringend sowohl noch mehr humanitäre als auch militärische Unterstützung."

Medienberichten zufolge soll Deutschland bereits weitere Waffenlieferungen an die Ukraine vorbereiten. Laut "Süddeutsche Zeitung" handele es sich nicht um Waffen und Ausrüstung aus Beständen der Bundeswehr, sondern um Güter, die die Industrie ohne großen Vorlauf liefern könne. Ein Regierungsmitarbeiter bestätigte die Angaben gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Bundeswehr selbst hat bereits Raketen zur Panzer- und Flugabwehr teils aus alten NVA-Beständen abgegeben, ist aber kaum mehr in der Lage, auf weiteres Material zu verzichten.

Neue Waffen für die Ukraine?

Das Blatt berichtete, es handele sich um etwa 200 Produkte, die für die Hilfen infrage kommen. Darunter seien unter anderem 2650 Panzerfäuste vom Typ Matador und 18 Aufklärungsdrohnen, die umgehend geliefert werden könnten. Zudem stünden Mörser, Maschinenkanonen, 3000 Nachtsichtgeräte-Sätze, Tausende Schutzwesten und Helme bereit. Auch Bodenüberwachungsradargeräte und weitere Anlagen zur Luftraumüberwachung und ungeschützte sowie geschützte Fahrzeuge seien in den Planungen.

Moskau hat vor fünf Wochen einen Krieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen. Nach UN-Angaben wurden bereits etwa 1200 Zivilisten getötet. Allgemein wird jedoch von weitaus höheren Opferzahlen ausgegangen.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen