Politik

Bundeswehr wird ausgerüstet Wofür werden die 100 Milliarden Euro ausgegeben?

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Die Tornado-Kampfflugzeuge sollen ersetzt werden. Auch dafür soll das zusätzliche Geld ausgegeben werden.

(Foto: picture alliance/dpa/Luftwaffe)

Die deutsche Armee soll wesentlich mehr Geld bekommen als bisher. Es gibt auch erste Pläne, wie die 100 Milliarden Euro, die in diesem Jahr fließen sollen, verwendet werden könnten. Dabei geht es um Nachfolger für die Tornado-Flotte, Transporthubschrauber und den Eurofighter.

Aus dem von Bundeskanzler Olaf Scholz angekündigten Sondervermögen für die Bundeswehr sollen einem Bericht zufolge 15 Milliarden Euro in die Nachfolge der Tornado-Flotte der Luftwaffe fließen. Für neue schwere Transporthubschrauber werden 5 Milliarden eingeplant, die Weiterentwicklung des Eurofighters soll mit zusätzlichen 2,5 Milliarden geplant werden, wie das Portal "The Pioneer" unter Berufung auf eine interne Liste des Verteidigungsministeriums berichtete.

Auch in die Digitalisierung der Truppe und ihrer landbasierten Operationen sollen demnach 3 Milliarden fließen, beispielsweise in Funkgeräte und Gefechtsstände. Die Nachfolgeregelung einer modernisierten Boden-Luft-Verteidigung des Systems Patriot werde mit 1,1 Milliarden Euro veranschlagt, berichtete "The Pioneer". Weitere Projekte, die besonders im Fokus stünden, seien etwa die Finalisierung der Beschaffung bewaffneter Drohnen oder die Korvetten und Fregatten der Marine.

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, forderte derweil schnelle Schritte für die Modernisierung der Bundeswehr. "Als ersten Schritt gehört heute noch die Tornado-Nachfolge auf den Tisch. Jetzt muss die F-35 her, das modernste Kampfflugzeug der Welt und von vielen unserer Partner genutzt", sagte die FDP-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Der Krieg in der Ukraine zeige deutlich, "Angriffe werden aus der Luft geführt und müssen entsprechend beantwortet beziehungsweise verhindert werden".

Am Montag sollen dem "The Pioneer"-Bericht zufolge die Haushaltspolitiker des Bundestags weitere Informationen über die geplante Mittelverwendung erhalten. Kanzler Scholz von der SPD hatte am Sonntag massive Investitionen in die Bundeswehr angekündigt. Im Bundeshaushalt 2022 solle einmalig ein Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro geschaffen werden; zudem werde Deutschland Jahr für Jahr mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung investieren.

Quelle: ntv.de, mli/AFP/dpa

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