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Können auch "zurückschlagen" Xi gibt sich im Handelsstreit kämpferisch

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Xi Jinping würde den Handelskonflikt mit den USA gerne beenden.

(Foto: REUTERS)

Chinas Staatschef Xi hofft weiterhin auf ein Ende des Handelsstreits mit den USA. Für ein Abkommen zwischen den Supermächten brauche es aber eine gleichwertige Lösung. Ansonsten könne die Volksrepublik auch "zurückschlagen".

China will nach Worten von Staatschef Xi Jinping ein Handelsabkommen mit den USA erreichen. Die zweitgrößte Volkswirtschaft habe aber keine Angst vor einer anhaltenden Auseinandersetzung. "Wenn notwendig, werden wir zurückschlagen, aber wir arbeiten aktiv daran, keinen Handelskrieg zu haben", sagte Xi bei einem Treffen mit ehemaligen US-Beamten, darunter Ex-Außenminister Henry Kissinger, und anderen ausländischen Vertretern in Peking.

"Wir haben diesen Handelskrieg nicht angefangen, und es ist nichts, was wir wollen", zitiert ihn die Nachrichtenagentur Bloomberg weiter. Eine Teilvereinbarung müsse allerdings auf der "Grundlage von gegenseitigem Respekt und Ebenbürtigkeit" fußen. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern stünden "an einer wichtigen Wegkreuzung und sehen sich einigen Schwierigkeiten und Herausforderungen gegenüber", sagte Xi laut der Nachrichtenagentur Xinhua zu Kissinger. "China und die USA sollten die Kommunikation über strategische Fragen verbessern, Missverständnisse und Fehlurteile vermeiden und gegenseitiges Verständnis verbessern". 

"Wir laufen Gefahr, ins tiefe Mittelalter zurückzufallen"

Die beiden größten Volkswirtschaften liefern sich seit einem Jahr einen erbitterten Handelskrieg, nachdem US-Präsident Donald Trump angefangen hat, schrittweise Strafzölle gegen Importe aus China zu verhängen. Er fordert eine Marktöffnung, den Kampf gegen den Diebstahl von Urheberrechten und eine Verringerung von staatlichen Subventionen. China reagierte mit Gegenzöllen. Die Auseinandersetzung bremst die Entwicklung in beiden Ländern, schwächt die Weltkonjunktur und macht auch der deutschen Wirtschaft schwer zu schaffen.

Yahoo-Mitgründer Jerry Yang warnte vor den Folgen der Auseinandersetzung zwischen den beiden Wirtschaftsriesen für Innovation und technologischen Fortschritt. "Wir laufen Gefahr, ins tiefe Mittelalter zurückzufallen, wenn wir nicht standardisieren, wenn wir in kleine (...) Märkte aufbrechen, die sich nicht selbst aufrechterhalten können", sagte Yang auf den Wirtschaftsforum. Sollten Washington und Peking sich von ihrer durch Zusammenarbeit geprägten Beziehung der vergangenen drei Jahrzehnte abwenden, könne das "unbeabsichtigte Folgen" haben. "Ich denke, der Kern der Innovation wird durch den aktuellen Trend sehr stark infrage gestellt", sagte Yang.

Trump und Xi Jinping hatten ursprünglich auf dem Mitte November geplanten Asien-Pazifik-Gipfel (Apec) in Chile ein Teilabkommen unterzeichnen wollen. Allerdings wurde das Treffen wegen der Unruhen in dem südamerikanischen Land abgesagt. Auch haben beide Seiten offenbar noch nicht die nötigen Fortschritte gemacht, um eine erste Vereinbarung zu Papier zu bringen. China fordert, dass die bereits verhängten Strafzölle zurückgedreht werden. Trump dagegen will vorerst nur davon absehen, neu angedrohte Sonderabgaben zu verhängen.

Chinas Chefunterhändler Liu He deutete am Vortag an, dass er "vorsichtig optimistisch" sei. Doch sind schon seit Wochen keine konkreten Fortschritte erkennbar. Beobachter gehen schon davon aus, dass möglicherweise erst im nächsten Jahr mit einer Vereinbarung zu rechnen ist, was die Aktienmärkte beunruhigt.

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Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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