Politik

Russisches Staatsmedium Youtube löscht deutsche RT-Kanäle

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RT wird vorgeworfen, Desinformation zu verbreiten.

(Foto: picture alliance / Iliya Pitalev/Sputnik/dpa)

Wer auf Youtube nach den offiziellen deutschen Kanälen von RT sucht, bleibt ohne Erfolg. Die Videoplattform sperrt beide Kanäle des russischen Staatsmediums aus. Auch weil es versucht hatte, eine zeitlich begrenzte Sperrung zu umgehen.

Die Videoplattform Youtube hat die deutschen Kanäle des russischen Staatsmediums RT gesperrt und entfernt. Ein Youtube-Sprecher bestätigte am Abend die Kündigung von zwei Kanälen. RT DE berichtete auf der eigenen Webseite ebenfalls über die Sperrung.

Die Chefredakteurin von RT mit Sitz in Moskau, Margarita Simonjan, kritisierte über Twitter den Schritt von Youtube scharf und sprach von einem "Medienkrieg". Als Grund für die Sperrung nannte Youtube dies: Unlängst sei RT DE darauf aufmerksam gemacht worden, dass das Staatsmedium gegen die Richtlinie zur Missinformation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstoßen habe. In einem gewissen Zeitraum hätte RT DE dann keine Videos mehr auf seinem Youtube-Kanal hochladen dürfen.

Nach Youtube-Angaben wurde dann der zweite Kanal genutzt. Youtube sprach von einem Umgehungsversuch. Deshalb sei nun die Sperrung am frühen Abend erfolgt. Eigentlich hat das russische Staatsmedium RT - früher Russia Today - vor, in Deutschland zu expandieren. Es wird ein deutschsprachiges TV-Programm geplant - angepeilt war der Start für Dezember. Allerdings fehlt dazu eine Rundfunklizenz. Ein Versuch über luxemburgische Behörden scheiterte vor einiger Zeit. TV-Anbieter benötigen für bundesweite Programme in Deutschland eine Rundfunklizenz.

RT steht im Westen immer wieder als Propagandainstrument des Kremls in der Kritik. Zentraler Vorwurf: Der Sender verbreite im Auftrag des russischen Staates Verschwörungstheorien und Desinformationen. RT hat mehrere fremdsprachige Programme im Portfolio. RT DE bietet bislang Online-Berichte auf Deutsch an. Verbreitet werden die Inhalte über die Webseite und soziale Medien wie Facebook, Instagram und bislang Youtube.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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