Politik

Bestand schrumpftZahl der Sozialwohnungen liegt nur noch bei knapp einer Million

28.05.2026, 17:09 Uhr
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In Deutschland gibt es zu wenige Sozialwohnungen. (Foto: picture alliance / Joko)

Über die vergangenen 20 Jahre halbiert sich der Bestand an Sozialwohnungen in Deutschland. Auch im vergangenen Jahr verringert sich deren Zahl weiter. Doch die Bundesbauministerin sieht einen Hoffnungsschimmer.

Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr trotz weiterer Milliardenförderungen erneut gesunken. Ende 2025 gab es rund 1,03 Millionen Sozialmietwohnungen und damit etwa 20.000 weniger als ein Jahr zuvor. Das geht aus Zahlen des Bundesbauministeriums hervor.

Bundesbauministerin Verena Hubertz räumte ein, dass die Trendwende noch nicht erreicht sei. "Diesen Trend dreht man nicht in wenigen Jahren", sagte die SPD-Politikerin. "Aber 2025 zeigt: Der Rückgang verlangsamt sich deutlich, in neun Ländern wächst der Bestand wieder."

Als positiv verzeichnete Hubertz, dass trotz bundesweit schwacher Baukonjunktur die Zahl der geförderten Mietwohnungen um vier Prozent auf rund 42.500 gestiegen sei, davon 27.300 Neubau-Mietwohnungen. Sie hob hervor, dass 44 Prozent der geförderten Mietwohnungen inzwischen von privaten Bauherren errichtet würden. "Wo der Wohnungsmarkt schwächelt, hält der soziale Wohnungsbau dagegen", sagte Hubertz. "Wir investieren 2026 vier Milliarden Euro, ab 2028 sind es 5,5 Milliarden."

Insgesamt wurde aber im vergangenen Jahr mit rund 56.300 Wohneinheiten etwas weniger Wohnraum gefördert. Das waren knapp neun Prozent weniger als 2024. Der Rückgang geht nach Angaben aus dem Bauministerium vor allem auf Bayern zurück. Dort seien die Förderzahlen um 64 Prozent eingebrochen. Ohne das Bundesland hätte es bundesweit ein Plus gegeben.

Der Bestand an Sozialwohnungen hat sich seit 2006 von gut 2,09 Millionen mehr als halbiert. Der Bund hat seine Finanzhilfen in den vergangenen Jahren zwar deutlich erhöht. Dennoch fallen bislang jedes Jahr mehr Wohnungen aus der Mietpreis- und Belegungsbindung als hinzugewonnen werden. 

Quelle: ntv.de, lme/rts

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