Politik

Niedrigster Stand seit 1992 Zahl der Straftaten geht deutlich zurück

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(Foto: picture alliance / Bernd Von Jut)

5,76 Millionen Straftaten registrierte die Polizei im vergangenen Jahr. Das sind so wenige wie seit 1992 nicht mehr. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ist es sogar der niedrigste Stand seit 30 Jahren. Dennoch sieht Innenminister Seehofer keinen Anlass zur Entwarnung.

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 9,6 Prozent weniger Straftaten registriert. Insgesamt verzeichnet die von Innenminister Horst Seehofer vorgestellte Polizeiliche Kriminalstatistik 5,76  Millionen Delikte. Das ist die niedrigste Zahl seit 1992. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ist die erfasste Kriminalitätsrate sogar niedriger als in den vergangenen 30 Jahren, wie das Bundesinnenministerium am in Berlin bekannt gab.

Innenminister Horst Seehofer, der die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2017 vorstellte, sagte: "Deutschland ist sicherer geworden. Gleichwohl gibt es zur Entwarnung keinen Anlass." Für die Behörden von Bund und Ländern bleibe viel zu tun, sagte der CSU-Politiker.

Rechnet man die ausländerrechtlichen Verstöße heraus, kommt man auf 5,58 Millionen Straftaten (minus 5,1 Prozent). Als ein Grund für den Rückgang gilt, dass wegen der geringeren Zuwanderung weniger ausländerspezifische Vergehen wie illegale Einreisen und unerlaubte Grenzübertritte registriert wurden. Zum anderen ist es gelungen, Massendelikte wie Diebstahl einzudämmen.

Diebstähle machten wie in den Vorjahren einen Anteil von 36,3 Prozent an der gesamten Kriminalität aus. Im Vergleich zum Jahr davor sank ihre Anzahl um 11,8 Prozent auf 2,09 Millionen Fälle. Mit 23 Prozent besonders stark zurückgegangen sind Wohnungseinbrüche, die aber immer noch 116.540 Fälle ausmachen.

Bei 52.495 davon handelte es sich um Versuche. Mit 9,2 Prozent stark angestiegen sind allerdings die Rauschgiftdelikte. 330.580 Fälle wurden hier registriert.

Quelle: n-tv.de, mbo/rts