Verwundete kommen nach LandstuhlZahl verletzter US-Soldaten offenbar deutlich höher als bekannt

Bei einem iranischen Angriff auf einen US-Stützpunkt in Kuwait werden sechs Soldaten getötet. Doch laut einem US-Medienbericht klärt das Pentagon die Öffentlichkeit nicht über das ganze Ausmaß des Vorfalls auf. Es soll mehr als 30 Schwerverletzte geben, von denen viele nach Deutschland geflogen werden.
Ein iranischer Drohnenangriff in Kuwait, bei dem am 1. März zu Beginn des US-israelischen Krieges mit dem Iran sechs US-Soldaten getötet wurden, war offenbar schwerwiegender als bislang bekannt. Wie der US-Sender CBS News unter Berufung auf mehrere anonyme Quellen berichtet, erlitten Dutzende US-Soldaten bei dem Angriff auf ein taktisches Operationszentrum in Port Schuaiba teils schwere Verletzungen - darunter Hirntraumata, Splitterwunden und Verbrennungen. Mindestens einem Soldaten müsse möglicherweise ein Gliedmaß amputiert werden, hieß es.
Dem Bericht zufolge befanden sich am Dienstagabend noch mehr als 30 Angehörige des US-Militärs in Krankenhäusern. 25 von ihnen würden in Landstuhl in Deutschland behandelt. 20 der nach Deutschland evakuierten Personen kamen demnach am Dienstag mit einem C-17-Militärtransportflugzeug im rheinland-pfälzischen Landstuhl an. "Sie hatten Verletzungen, die vom Militär als 'dringend' eingestuft wurden und eine Evakuierung erforderten, darunter traumatische Hirnverletzungen, Gedächtnisverlust und Gehirnerschütterungen", berichtet der Sender. Das Landstuhl Regional Medical Center ist das größte Militärkrankenhaus der US-Armee außerhalb der Vereinigten Staaten.
Indes berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass im Krieg mit dem Iran bereits bis zu 150 US-Soldaten verwundet worden sind. Das US-Verteidigungsministerium hatte zuvor nur schwere Verletzungen von acht Militärangehörigen öffentlich gemacht. Nach dem Reuters-Bericht habe das Pentagon Verletzungen von 140 US-Soldaten bestätigt, von denen die meisten nur leicht verletzt seien. 108 von ihnen sind nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums bereits wieder im Einsatz.
Die Vereinigten Staaten und Israel hatten am 28. März massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion greift der Iran seitdem Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.