Politik

AKK trifft erste Entscheidungen Ziemiak wird CDU-Generalsekretär

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Paul Ziemiak war bisher Chef der Jungen Union.

(Foto: REUTERS)

In Hamburg geht der CDU-Parteitag gleich mit der nächsten Personalentscheidung weiter. Die neue Parteichefin Kramp-Karrenbauer braucht einen Generalsekretär. Dessen Name steht bereits fest.

Neuer CDU-Generalsekretär wird Paul Ziemiak. Die frisch gewählte CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer schlug den bisherigen Vorsitzenden der Jungen Union für das Amt vor, das sie zuvor selbst inne hatte.

Kramp-Karrenbauer sagte beim Vorschlag ihres Kandidaten, er sei mit seinem Profil geeignet, den anstehenden Erneuerungsprozess der Partei voranzutreiben. Sie räumte ein, dass sie Ziemiak schon vor ihrer Wahl das Amt angeboten habe für den Fall, dass sie den Wettstreit um den Parteivorsitz gewinne. Demnach sagte Ziemiak ihr aber ab und begründete dies mit seiner Loyalität zu den beiden Gegenkandidaten Friedrich Merz und Jens Spahn, die wie er selbst aus Nordrhein-Westfalen stammen. Ziemiaks Berufung dürfte ein Versuch Kramp-Karrenbauers sein, die unterschiedlichen Lager der Partei zusammenzuführen und die Anhänger von Merz und Spahn einzubinden.

Der 1985 im polnischen Stettin geborene Ziemiak gilt als Vertreter des konservativen Flügels der CDU und als Freund von Spahn. Er ist seit 2014 Vorsitzender der Jungen Union, seit der Bundestagswahl 2017 sitzt er im Bundestag.

Sie habe Ziemiak den Posten des Generalsekretärs am Freitagabend erneut angeboten und er habe dies dann angenommen. Es gehe nun nicht um den gestrigen Tag, sondern um die Zukunft der Partei, sagte Ziemiak am Samstag in seiner Bewerbungsrede. "Ich bewerbe mich, weil es um diese Partei geht", sagte er. "Jetzt geht es darum, die Partei zu erneuern mit einem klaren Kurs und einer klaren Sprache."

Der Vorsitzende des unionsnahen Studentenverbands RCDS, Henrik Wärner, begrüßte die Entscheidung Kramp-Karrenbauers. Die neue Parteivorsitzende zeige damit, "dass sie die junge Generation in den Erneuerungsprozess der Partei einbinden möchte", sagte Wärner der Nachrichtenagentur AFP. "Das begrüßen wir."

Quelle: ntv.de, sba/dpa