Politik

Bis zu 6000 Euro Zuschuss zum E-Auto-Kauf soll steigen

Vom Ziel, dass im nächsten Jahr eine Million E-Autos in Deutschland unterwegs sind, hat sich die Bundesregierung bereits vor einiger Zeit verabschiedet. Zu schleppend sind die Verkäufe. Mit noch mehr staatlicher Hilfe sollen diese nun aber angekurbelt werden. Zudem könnte die Liste der geförderten Autos länger werden.

Die Bundesregierung will den Durchbruch für die Elektromobilität mit einer deutlich erhöhten Kaufprämie erreichen. Die bestehende Prämie für Elektro-Autos soll um die Hälfte steigen, wie aus einem Regierungspapier hervorgeht. Für rein elektrische Autos unterhalb eines Listenpreises von 40.000 Euro solle sie auf 6000 Euro von 4000 Euro angehoben werden. Für sogenannte Plug-In-Hybride ist sie in dieser Preisklasse bei 4500 Euro vorgesehen, derzeit sind es 3000 Euro.

Für Autos mit einem Kaufpreis von über 40.000 Euro soll der Bonus um 25 Prozent auf 5000 beziehungsweise für Plug-In-Hybride auf 4000 Euro klettern. Damit soll der Hochlauf der Elektromobilität auf zehn Millionen Fahrzeuge bis 2030 beschleunigt werden.

Das Papier ist Regierungskreisen zufolge unter den verschiedenen Ressorts Konsens. Die Förderung soll Anfang 2020 starten und bis Ende 2025 laufen. Bis 2023 sind dafür zunächst zwei Milliarden Euro vorgesehen. Der Bund will allerdings die Autoindustrie dafür gewinnen, dass diese weiter wie bisher die Hälfte des Betrages zahlt. Dies soll auch Thema beim Autogipfel im Kanzleramt am Abend sein.

Offen sei zudem, ob das bisherige Limit für die Prämien von einem Listenpreis bis 60.000 Euro fallen soll. Dies hatte bedeutet, dass etwa die höherwertigen Modelle des US-Autobauers Tesla nicht gefördert wurden. Das Wirtschaftsministerium befürwortet die Aufhebung des Deckels, andere Ressorts sind eher skeptisch.

Das Konzept sieht zudem einige Bedingungen für die Auszahlung der Prämie vor: So müssen Plug-In-Hybride beim Kauf vor Ende 2021 mindestens 40 Kilometer allein elektrisch fahren können. Danach müssen es mindestens 60 Kilometer und ab Anfang 2025 dann 80 Kilometer sein. Damit soll ein Anreiz für Innovationen geschaffen werden. Von den Produzenten der Autobatterien wird zudem eine klare Garantie in Jahren oder Kilometern verlangt.

Die Bundesregierung hatte eine Erhöhung der Kaufprämien bereits in ihrem Klimaprogramm vorgesehen, aber keine konkreten Zahlen genannt. Finanziert werden soll die Anhebung durch eine Neuberechnung der Kfz-Steuer, die stärker am CO2-Ausstieg ausgerichtet werden soll.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts