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Trocken und nass Rasierapparate im Test - läuft hier wirklich alles glatt?

23.04.2026, 19:05 Uhr ProfilVon Christoph Dörr
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Stoppelstopper: Wie gründlich die einzelnen Geräte arbeiten, zeigt sich im Badezimmer - hier im Bild der Braun Series 5. (Foto: RTL/ntv.de)

Für viele Männer ist die morgendliche Rasur ein festes Ritual. Welches Gerät sich für wen am besten eignet, hängt dabei von Bartwuchs, Gesichtshaut und der gewünschten Leistung ab. Wir testen sechs Rasierer unter 90 Euro.

Im Test sind jeweils drei Folienrasierer und drei Rotationsrasierer, wobei erstere meist präziser arbeiten und etwas sanfter sind. Rotationsrasierer arbeiten dafür leiser und oft schneller, weil ihre kreisenden Scherköpfen großflächiger schneiden.

So testen wir die Elektrorasierer von Philips, Braun, Panasonic und Co.

Wichtige Kriterien für den Rasierer-Vergleich:

  • Rasur: Arbeiten die Geräte gründlich bei kurzen wie auch bei längeren Barthaaren?

  • Hautschonend: Wie sanft arbeiten die Rasierer, wie reagiert die Haut? 

  • Handhabung: Wie griffig sind die Geräte, wie einfach sind sie zu bedienen?

  • Ausstattung: Sind sinnvolle Extras im Lieferumfang enthalten?

  • Kosten: Wo liegen die Geräte preislich?

  • Lautstärke: Wie geräuschvoll sind die Rasierer? Wir messen direkt an den Geräten Werte von 69 bis 79 Dezibel.

Weitere Kriterien wie Akkuleistung oder Reinigung werden weiter unten aufgeführt, wobei wir hier im Test keine großen Unterschiede feststellen.

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Rasur-Rivalen: Diese sechs Markenmodelle kämpfen mit Haut und Haaren um den Titel. (Foto: RTL/ntv.de)

Welcher elektrische Rasierer ist der beste? Das Fazit

Die Entscheidung fällt nicht leicht, aber am Ende setzt sich der Philips Shaver Series 5000X* als Testsieger durch - er rasiert am gründlichsten, die Anwendung fühlt sich an wie eine Massage fürs Gesicht. Das eher unbekannte Modell SweetLF* überrascht positiv als Preis-Leistungs-Sieger, weil es solide kurzschneidet und dabei sehr kostengünstig ist. Unser Spezialtipp für Glatzenträger ist der Skull Shaver Pitbull Silver Pro SX5*.

Diese sechs Rasierapparate testen wir

Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.

Testsieger: Philips Shaver Series 5000X

Kurz gefasst: Unser Testsieger rasiert am glattesten, wobei sich die rotierenden Klingenköpfe angenehm über die Haut bewegen. Der Akku ist langlebig, und mit 77 Euro liegt der Philips preislich im Mittelfeld. Eine durch und durch saubere Leistung.

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Spieglein, Spieglein an der Wand, welcher ist der beste Rasierer im ganzen Land? Testsieger Philips (li.) und der Braun aus den 5er-Serien. (Foto: RTL/ntv.de)

Der Philips Shaver Series 5000X* zeigt die beste Leistung bei kurzen und längeren Stoppeln. Er rasiert im Test am gründlichsten - als Rotationsrasierer sogar noch besser als die Folienapparate. Sein Scherkopf ist flexibel und gibt in alle Richtungen nach, was für ein spürbar sanftes Rasiergefühl sorgt. Wir stellen keinerlei Hautirritationen fest, auch nicht an Problemstellen - laut Hersteller ist der Hautschutz im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen weiterentwickelt und verbessert worden.

Ein weiterer Vorteil: Beim Philips messen wir 69 Dezibel, was ihn zum leisesten Gerät im Test macht - eher ein softes Surren statt des typischen Brummens. Gleichzeitig erkennen wir aber auch kleine Schwachpunkte: Das Design ist zwar schön, der Griff jedoch sehr schmal und liegt damit weniger gut in der Hand. Beim Zubehör wird das USB-Ladekabel ohne Adapter geliefert, es gibt keine Reinigungsbürste. Der Akkustand wird mit nur einem LED-Licht angezeigt. Dafür hat der Philips aber eine Schnellladung programmiert, die im Notfall praktisch ist: Wenn der Akku leer ist, reichen fünf Minuten an der Steckdose für ausreichend Energie für eine Rasur. Die Haltbarkeit des Akkus wird mit mehreren Jahren angegeben.

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Philips Shaver Series 5000X
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76,65 €89,99 €

Preis-Leistungs-Sieger: SweetLF Rasierer

Kurz gefasst: Ein Nass- und Trockenrasierer für rund 40 Euro, der solide kurzschneidet. Viel Power für kleines Geld.

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Preis-Leistungssieger: der Rotationsrasierer SweetLF. (Foto: RTL / ntv.de)

Unser Preis-Leistungs-Sieger SweetLF* kommt aus China und ist erst seit 2024 im deutschen Online-Handel erhältlich. Mit Blick auf den Preis rechtfertigt sich die etwas klobige Haptik - entscheidender ist die Qualität der Rasur, die schon bei etwas längeren Barthaaren positiv überrascht: Zwar kommt es zu leichten Hautreizungen am Kinn, insgesamt kann sich die Gründlichkeit aber sehen lassen. Kürzere Barthaare schneidet der SweetLF sogar noch sauberer ab.

Den ausklappbaren Präzisionstrimmer bewerten wir als mittelmäßig. In Sachen Langlebigkeit können wir keine Angabe machen - Erfahrungswerte von Nutzern geben an, dass die Akku-Performance anfangs stark sei, nach 1 bis 2 Jahren jedoch nachlasse. Wer sich auf dieses potenzielle Manko einlässt, hält einen stabilen und gleichzeitig preisgünstigen Rasierer in den Händen.

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SweetLF Nass- und Trockenrasierer
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33,99 €39,99 €

Spezialtipp: Skull Shaver Pitbull Silver Pro SX5 - für Glatzenträger

Kurz gefasst: Unser Spezialtipp für Glatzenträger - weil er eigens für sie gemacht ist, besticht der Rotationsrasierer für circa 78 Euro mit einem besonderen Design.

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Gut zu handhaben: der Kopfhaut-Rasierer Skull Shaver Pitbull Silver. (Foto: RTL/ntv.de)

Der Skull Shaver Pitbull Silver Pro SX5* ist ein Glatzenrasierer, viele Erfahrungswerte bestätigen seine schnelle und saubere Kopfrasur. In der Anleitung steht ausdrücklich, dass das Gerät nur bis 4 mm Haarlänge verwendet werden solle, was im Normalfall ein Haarwachstum von zwei Tagen bedeutet - nur dann würden die Klingen korrekt schneiden. Mit diesem Modell lässt sich zwar auch das Gesicht rasieren, hier zeigt unser Test aber nach 4 Tagen Haarwachstum deutlich Einschränkungen: Die Rasur ist nachlässig und unsanft, die Haare werden gezupft. Beim Zweitagebart performt das Gerät erstaunlicherweise etwas besser, erreicht aber nicht die Gründlichkeit der ausgewiesenen Gesichtsrasierer. Positiv fällt auf: Der Skull Shaver Pitbull Silver lässt sich sehr flexibel greifen und ermöglicht kreisende Bewegungen am Kopf, im Nacken und hinter den Ohren. Das Gerät ist nur wasserresistent, sollte also nicht untergetaucht werden. Zur Nassrasur lässt es sich aber bis zu 5 Minuten unter der Dusche verwenden .

Das Gerät fällt nicht nur durch sein Design auf, es ist mit 200 Gramm auch das schwerste im Test und mit gemessenen 79 Dezibel am lautesten - auch wenn uns der schrille Ton leiser vorkommt. Für die Pflege werden ein Öl-Fläschchen und eine kleine Bürste mitgeliefert. Die Akku-Haltbarkeit geben viele Nutzer in Internet-Bewertungen als Schwachpunkt an.

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Skull Shaver Pitbull Silver Pro SX5 - Kopf- und Gesichtsrasierer
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77,75 €

Braun Series 5 - für Fans der Folienrasur

Kurz gefasst: Der Braun rasiert gründlich und hautschonend und landet damit ganz knapp hinter dem Testsieger. Der Akku und die Extras sind gut, der Preis mit 83 Euro ebenfalls.

Der Braun Series 5* ist dem Testsieger von Philips dicht auf den Fersen: Der Folienrasierer liegt komfortabel in der Hand und gleitet hautschonend über das Gesicht, selbst die Kinnkante stellt kein Problem dar. Auch an Hals und Oberlippe rasiert er überwiegend glatt, braucht dafür aber mehrere Züge, gerade bei dichteren Stoppeln - hier ist das Gerät von Philips leicht im Vorteil. Der Braun hat ein vielseitiges Display mit der Anzeige von Scherteilewechseln, Reisesicherung, Reinigung und Akkustand. Als Rasiermodi sind Standard oder Turbo einstellbar, der zuletzt gewählte wird jeweils gespeichert.

Im Vergleich zum Philips vibriert der Braun mehr und ist lauter. Zum Zubehör gehört ein Extra-Kopf zum Trimmen der Konturen, der im Test aber nur mittelmäßig präzise abliefert. Ein Reinigungspinsel und ein Netzadapter sind im Lieferumgang enthalten, einen USB-Anschluss gibt es nicht. Mit 170 Gramm ist das Gerät das leichteste im Test, die Bewertungen zur Akkuhaltbarkeit sind gut. Wie beim Philips existiert auch hier eine praktische Schnellladung.

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Braun Series 5 Elektrorasierer
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92,02 €94,83 €

Panasonic Series 500 ES RT67 - für empfindliche Haut

Kurz gefasst: Ein ausgewogener, technisch stabiler Folienrasierer mit einem guten Verhältnis von Gründlichkeit, Hautschonung bei einem Preis von circa 71 Euro.

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Panasonic Series 500 ES-RT67
3156
70,75 €84,99 €

Schon beim Auspacken macht der Panasonic Series 500 ES RT67* einen wertigen ersten Eindruck. Was etwas überrascht: Das Ladekabel hat einen klassischen Netzstecker, also noch keinen USB-Port. Der Panasonic ist ein bewährtes Modell und schon seit 2014 auf dem deutschen Markt vertreten. Beim Test mit längeren Bartstoppeln läuft im Gesicht alles glatt, an Oberlippe und Hals wird die Rasur unsauberer, hier müssen wir etwas mehr arbeiten. Am Kinn stellen wir leichte Hautabschürfungen fest. Beim Zweitagebart verbessert sich die Leistung - auch weil der Panasonic als einziger Folienrasierer im Test einen beweglichen Scherkopf hat. Der Präzisionstrimmer schneidet die Konturen scharf. Die Nassrasur unter der Dusche ist angenehm, sie empfiehlt sich grundsätzlich bei empfindlicher Haut.

Viele Nutzer werten positiv, dass der Akku solide hält. Der Panasonic Series 500 ES RT67 funktioniert insgesamt so zuverlässig wie der morgendliche Wecker, ist allerdings gleichzeitig brummig laut: 79 Dezibel messen wir hier, der gleiche Wert wie beim Skull Shaver Pitbull. Zum Zubehör gehören ein weicher Transportbeutel und eine kleine Bürste für die Stoppeln. Trotz seiner Vorteile reicht der Panasonic nicht ganz an die Geräte von Philips und Braun heran.

Trocken-und-nass-Auch-mit-den-Folienrasierern-von-Panasonic-li-und-Remington-laesst-sich-der-Bartwuchs-in-der-Badewanne-stutzen
Trocken und nass: Auch mit den Folienrasierern von Panasonic (li.) und Remington lässt sich der Bartwuchs in der Badewanne stutzen. (Foto: RTL/ntv.de)

Remington F7 Style - für 'auf Nummer sicher gehen'

Kurz gefasst: Ein Markengerät der Mittelklasse - ordentlicher Durchschnitt, etwas laut, dafür hautfreundlich. Dieser Folienrasierer wird nur knapp vom Preis-Leistungssieger SweetLF geschlagen.

Der Remington F7 Style* hört sich unangenehm laut an, auch wenn wir nur 75 Dezibel messen. Dafür empfinden wir den Rasierer als hautfreundlich, seine Klingen gleiten sanft über die Wangen und passen sich Unebenheiten an. Den Test mit Stoppeln von vier Tagen besteht er befriedigend, beim Zweitagebart ist der Remington gründlicher, im Gesicht noch etwas mehr als im Halsbereich. Wir merken, hier kommt es auf eine exakte Rasur an: senkrecht zur Haut und gegen die Haarwuchsrichtung.

Der aufklappbare Trimmer funktioniert für die Härchen um Nase, Ohren und Hals, weniger bei Kanten wie an den Koteletten. Besonders ist, dass der Remington F7 Style im Vergleich die längste Lade- und Laufzeit hat: Bis das Gerät voll ist, hängt es 2 Stunden am Stromnetz, kann dann aber bis zu 80 Minuten im Einsatz sein. Dem Modell wird eine konstante Haltbarkeit von Mechanik und Akku bescheinigt. Ein Adapter für den USB-Anschluss und eine Reinigungsbürste werden nicht mitgeliefert, dafür ist ein schicker Reisebeutel mit dabei.

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Remington F7 Style Rasierer
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44,99 €

Weitere wichtige Kriterien in der Testwertung - ähnlich bei allen sechs Rasierern:

  • Reinigung: Alle Rasier-Köpfe lassen sich nach dem Gebrauch gut unterm Wasserhahn abspülen. Die Scherfolien sollten nicht mit einer Bürste gereinigt werden.

  • Wasserdichtigkeit: Fünf Modelle eignen sich für die Nassrasur unter der Dusche oder in der Badewanne, weil die Elektronik im Gerät versiegelt ist. Der Skull Shaver Pitbull ist lediglich wasserabweisend. Sich mit dem Rasierapparat trocken zu rasieren, gilt allerdings als gründlicher.

  • Akkuleistung: Sämtliche Rasierer sind in einer Stunde komplett aufgeladen und können dann 50 bis 70 Minuten benutzt werden. Allein der Remington F7 lädt zwei Stunden und läuft 80 Minuten. Die Geräte zeigen über eine mehrstufige LED-Anzeige, wie voll der Akku noch ist. Beim Philips ist es nur ein Leuchtring.

  • Gewicht: Die Rasierapparate wiegen zwischen 170 und 200 Gramm.

  • Scherkopfwechsel: Bei allen sechs Modellen wird der Austausch nach etwa 18 bis 24 Monaten empfohlen. Ausnahme ist der Skull Shaver, dessen Spezialkopf nach ungefähr einem halben Jahr gewechselt werden soll.

*Wir kaufen die Produkte für den ntv Produkt-Check auf eigene Kosten und testen und vergleichen sie unabhängig und nach objektiven Kriterien. Wird ein Produkt über einen Link im Artikel gekauft, erhalten wir eine kleine Provision. Auf den Kaufpreis hat das keinen Einfluss.

Quelle: ntv.de

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