Airfryer mit DurchblickDie beste Heißluftfritteuse aus Glas? Vier Modelle im Test
Von Isabella Campanelli
Airfryer aus Glas sind kompakt, dank To-go-Deckeln sind die Behälter oft praktisch für unterwegs. Die Geräte funktionieren wie klassische Heißluftfritteusen, nur dass der Garraum hier aus hitzebeständigem Glas besteht. Für den ntv Produkt-Check testen wir vier Modelle. Ist der Hype gerechtfertigt?
Modelle mit Glaskorb beinhalten meist einen Heizelement-Aufsatz, der auf einen Glasbehälter gesetzt wird. Darin zirkuliert heiße Luft und gart die Lebensmittel mit wenig oder sogar ganz ohne Öl. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch das transparente Glas lässt sich der Garprozess beobachten, ohne den Korb zu öffnen. Zudem gilt Glas als pflegeleicht, einfacher zu reinigen und kommt ohne Antihaftbeschichtungen aus, die sich mit der Zeit ablösen können. Viele Glaskörbe lassen sich zudem platzsparend stapeln - ideal für kleine Küchen.
Glas-Airfryer im Test - das Fazit
Der Ninja CRISPi* punktet als Testsieger mit einem durchdachten, platzsparenden Konzept und hochwertiger Verarbeitung. Praktische Details wie die automatische Pausenfunktion beim Anheben des PowerPods sowie die kühl bleibenden Griffe sorgen für ein komfortables und sicheres Handling im Alltag, die Garergebnisse fallen durchweg solide aus. Kleines Manko: Eine individuelle Temperatureinstellung gibt es nicht. Insgesamt zeigt sich der Ninja CRISPi dennoch als moderner, vielseitiger Glas-Airfryer, der on top ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
So läuft der Glas Heißluftfritteusen Test ab
Wir bereiten verschiedene Gerichte zu: Gestartet wird klassisch mit Tiefkühl-Pommes und Chicken Nuggets. Danach kommen Kartoffelscheiben zusammen mit tiefgekühlten Brokkoli-Röschen in den Airfryer. Zum Schluss testen wir, wie gut sich eine Pizza vom Vortag knusprig aufbacken lässt. Dabei bewerten wir folgende Kriterien:
Funktion und Leistung: Anzahl und Vielfalt der Programme, Zeit- und Temperatureinstellung, Lautstärke, Geruch, Kocherlebnis und Geschmack
Verarbeitung und Qualität: Material, Stabilität, Fassungsvermögen, Anzahl und Volumen der Glasbehälter
Preis: Verhältnis von Preis zu Leistung und eventuell versteckte Zusatzkosten
Benutzerfreundlichkeit und Pflege: Displayverständlichkeit, Bedienlogik, Anleitung, Reinigung
Sicherheit und Zuverlässigkeit: Gibt es einen Automatik-Stopp beim Öffnen des Deckels, wie heiß werden Griffe und Außenflächen?
Ausstattung und Features: Umfang des Zubehörs, z.B. Trommel, Drehspieß, To-go-Deckel, Anzahl der Gitterroste
Design und Haptik
Verbrauch und Nachhaltigkeit: Stromverbrauch in kWh sowie Verpackungsvolumen
Diese Airfryer mit Glaskorb testen wir:
Testsieger: Ninja CRISPi Tragbare Airfryer Heißluftfritteuse, circa 117 Euro*
Adivo tragbare Glas Airfryer Heißluftfriteuse, circa 109 Euro*
Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.
Testsieger: Ninja CRISPi Airfryer Heißluftfritteuse
Kurz und knapp: Ninja CRISPi* überzeugt mit einfacher Bedienung, hochwertigem Design und insgesamt soliden Garergebnissen. Besonders praktisch sind die stapelbaren Glasbehälter und die unkomplizierte Reinigung. Dank zwei unterschiedlich großer Glasbehälter ist der Airfryer sowohl für Familien als auch für Singles geeignet. Kleine Abzüge gibt es für die fehlende Temperatureinstellung.
Die Ninja CRISPi wird mit zwei thermoschockbeständigen Glasbehältern geliefert, jeweils inklusive passender antihaftbeschichteter Crisper-Gittereinsätze aus Aluminium. Beide Behälter und das Zubehör sind spülmaschinenfest. Das Herzstück des Airfryers bildet der sogenannte "PowerPod" - ein 1700 Watt starkes Heizelement, das auf den Glasbehälter gesetzt wird. Als etwas umständlich erweist sich die Tatsache, dass für den großen Behälter ein zusätzlicher Adapter benötigt wird - der PowerPod passt nur auf den kleinen Behälter. Dieser Adapter sowie zwei Deckel zum Mitnehmen der Speisen sind aber im Lieferumfang enthalten. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch eine gut verständliche Anleitung mit vielen Bildern und Rezeptideen.
Der erste Eindruck ist insgesamt positiv: Zwar ist jedes Teil einzeln in Plastik verpackt, nach dem Auspacken überzeugt das Gerät aber mit einem schlichten, modernen Design. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, alle Komponenten greifen sauber ineinander, und dank der stapelbaren Glasbehälter ist der Airfryer besonders platzsparend. Praktisch sind die integrierten Noppen am PowerPod, die ein sicheres Abstellen ermöglichen, sowie rutschfeste Füße, die für einen stabilen Stand sorgen. Auch das Aufsetzen des PowerPods - mit und ohne Adapter - funktioniert problemlos.
Beim Ninja CRISPi stehen vier Funktionen zur Auswahl: "Roast" zum Braten z.B. von Fleisch, "Air Fry" für frische oder tiefgekühlte Speisen wie Pommes, "Keep Warm" zum Warmhalten sowie "Recrisp" zum Wiederaufknuspern von Essensresten. Die Bedienung ist übersichtlich: Modus wählen, gegebenenfalls Zeit einstellen, starten - die Tasten reagieren schnell und zuverlässig. Ein Nachteil ist jedoch, dass sich die Temperatur nicht einstellen und einsehen lässt. Eine Shake-Erinnerung fehlt ebenfalls, so wie bei allen anderen Geräten im Test auch.
Für den Test starten wir mit 350 Gramm Tiefkühlpommes im 3,8-Liter-Behälter und wählen den "Air Fry"-Modus und 15 Minuten. Das Gerät arbeitet mit etwa 50 Dezibel angenehm leise, nur ein leichtes Gebläse ist zu hören. Nach der Hälfte der Zeit wenden wir die Pommes. Praktisch: Hebt man dafür den PowerPod an, pausiert das Programm automatisch und läuft anschließend weiter. Alle Griffe bleiben kühl, der Gittereinsatz verändert seine Position beim Ausschütten nicht - nur eine kleine Pommes rutscht im Test durchs Gitter. Das Ergebnis überzeugt: Alle Kartoffelteile sind am Ende gleichmäßig gebräunt, außen knusprig, innen noch leicht weich. Der Verbrauch liegt hier bei 0,278 kWh.
Anschließend bereiten wir die Nuggets im kleineren 1,4-Liter-Behälter zu - diesmal ohne Adapter. Ebenfalls im Air Fry-Modus und bei 15 Minuten ergibt sich ein Verbrauch von 0,127 kWh. Die Nuggets sind außen knusprig, hätten für unseren Geschmack aber noch etwas länger gegart werden können. Weiter geht es mit Kartoffeln und Brokkoli im großen Behälter. Zunächst füllen wir nur die Kartoffelscheiben ein, nach zehn Minuten kommt der Brokkoli dazu. Hier wählen wir den Air Fry-Modus und 20 Minuten. Nach 18 Minuten beenden wir den Garprozess allerdings vorzeitig, sonst wäre der Brokkoli zu dunkel geworden wäre. Der Verbrauch liegt bei 0,296 kWh, das Ergebnis: Der Brokkoli ist zart, gut gegart, die Kartoffeln knusprig, allerdings sind aufeinandergestapelte Scheiben stellenweise noch roh. Abschließend testen wir die Recrisp-Funktion mit Pizza. Nach fünf Minuten überzeugt das Ergebnis im Ninja CRISPi*: Die Pizza schmeckt fast wie frisch vom Vortag und ist nicht zu braun geworden.
Leistung: 1700 Watt
Maße: 34T x 30,4B x 34,5H cm
Lieferumfang: PowerPod, 1x 3,8 Liter Behälter, 1x 1,4 Liter Behälter, Adapter, 2x Aufbewahrungsdeckel, 2x Gittereinsätze, Rezeptbuch
Funktionen: Roast, Recrisp, Air Fry, Keep Warm
DREAME PT 60 Tasti Heißluftfritteuse - perfekt für unterwegs
Kurz und knapp: Der DREAME-Airfryer mit Glaskorb punktet mit kompakter Bauweise, einer Frittierplatte aus Edelstahl sowie praktischen Details wie Silikonmatte und Reinigungsbürste. Im Test liefert er gute Ergebnisse bei den Nuggets und aufgebackener Pizza. Weniger überzeugen können uns die träge reagierenden Touch-Tasten und die nicht einstellbare Temperatur.
Auch die Marke DREAME - vor allem für Mähroboter und Staubsauger bekannt - hat inzwischen einen Airfryer mit Glaskorb im Sortiment. Das Gerät wird mit zwei Behältern geliefert, die ein Fassungsvermögen von 2,5 und 4,5 Liter bieten. Im Vergleich zum Ninja CRISPi unterscheiden sich die Gefäße lediglich in ihrer Höhe, während die Grundfläche mit 21 x 21 cm identisch ist. Dadurch wird kein Adapter für den "Power Core" benötigt, allerdings lassen sich die Behälter auch nicht ineinander stapeln. Praktisch ist die mitgelieferte Silikonmatte, auf der sich der 1500 Watt starke Power Core nach dem Gebrauch sicher abstellen lässt. Was etwas stört: Im Lieferumfang sind lediglich eine Frittierplatte und ein Deckel enthalten. Positiv fällt hingegen auf, dass die Frittierplatte aus Edelstahl und damit ohne Antihaftbeschichtung auskommt.
Das laut Hersteller hitzebeständige Borosilikatglas wirkt mit einer Stärke von sechs Millimetern robust und hochwertig. Insgesamt ist die Heißluftfritteuse von DREAME kompakt und sieht dem Modell von Ninja recht ähnlich. Es gibt ein LED-Touch-Display sowie fünf Modi: "Air Fry = Frittieren", "Reheat = Wiederaufwärmen", "Keep Warm = Warmhalten", "Broil = Grillen", "Roast = Rösten". Die Bedienung zeigt allerdings kleine Schwächen - die Touch-Tasten reagieren teilweise verzögert, hier ist mehrmaliges Drücken notwendig. Die Zeit lässt sich individuell einstellen, die Temperatur jedoch nicht - sie liegt je nach Programm automatisch zwischen 60 und 200 Grad und wird auf dem Display angezeigt.
Im Alltag punktet der DREAME mit durchdachten Details: Ein Silikongriff am Power Core erleichtert das Abnehmen, alle Griffe bleiben während des Betriebs angenehm kühl, große Griffe am Glas sorgen für eine sichere Handhabung. Auch die Reinigung ist unkompliziert, da sowohl die Glasbehälter als auch die Frittierplatte spülmaschinengeeignet sind. Eine spezielle Reinigungsbürste für Ecken und Kanten ist im Lieferumfang enthalten.
Im Praxistest starten wir mit Pommes im größeren Behälter, das Air Fry-Programm ist standardmäßig auf 15 Minuten und 185 Grad eingestellt. Mit 48 Dezibel arbeitet die Heißluftfritteuse angenehm leise. Da es auch hier keine Shake-Erinnerung gibt, stellen wir uns einen Timer und wenden die Pommes nach der Hälfte der Zeit, beim Anheben des Power Cores pausiert das Gerät automatisch. Beim Servieren der Pommes zeigt sich ein kleiner Nachteil: Die Frittierplatte sitzt nicht besonders fest und rutscht heraus. Die Pommes sind gut gebräunt, jedoch nicht überall vollständig durchgegart - ein Ergebnis, das uns nicht vollständig überzeugen kann. Der Verbrauch liegt bei 0,262 kWh.
Im nächsten Schritt testen wir Nuggets im tieferen Behälter im Air Fry-Programm für 15 Minuten. Die Nuggets gelingen im DREAME* besonders gut, sind gleichmäßig gebräunt - außen knusprig, innen saftig. Der Verbrauch liegt hier bei 0,149 kWh. Anschließend bereiten wir Kartoffeln und Brokkoli ebenfalls im Air Fry-Programm zu. Wir wählen 20 Minuten und wenden die Scheiben nach der Hälfte der Zeit. Die Kartoffeln werden insgesamt knusprig, doch auch hier bleiben übereinanderliegende Scheiben teilweise roh. Der Brokkoli ist stellenweise etwas dunkel geworden, insgesamt aber lecker und zart. Der Verbrauch beträgt 0,272 kWh. Zum Abschluss testen wir das Reheat-Programm mit Pizza - ein Programm, das automatisch auf fünf Minuten bei 160 Grad eingestellt ist. Das Ergebnis überzeugt: Die Pizza wird gleichmäßig erwärmt und schmeckt frisch und knusprig.
Leistung: 1500 Watt
Maße: 28,1T x 29,6 x 25,8H cm
Lieferumfang: PowerCore, 1x 2,5 Liter Behälter, 1x 4,5 Liter Behälter, 1x Aufbewahrungsdeckel, 1x Edelstahl-Frittierplatte, Reinigungsbürste, Becher, Silikonmatte, Rezeptbuch
Funktionen: Roast, Broil, Air Fry, Keep Warm, Reheat
Fritaire Glas Airfryer - Statement-Piece in der Küche
Kurz und knapp: Der Fritaire glänzt vor allem mit seinem schicken Design, großem Fassungsvermögen und praktischer Selbstreinigungsfunktion. Auch das umfangreiche Zubehör mit Trommel und Drehspieß kann punkten. Im Test sind die Garergebnisse jedoch nicht immer gleichmäßig.
Der Fritaire Glas Airfryer, erhältlich in sechs bunten Farben, ist durch seine Glaskugel ein echter Hingucker. Im Gegensatz zu den anderen Glas-Heißluftfritteusen liefert Fritaire nur eine Glasschüssel mit, die mit fünf Liter Fassungsvermögen recht groß ist. Die Schüssel selbst ist nicht spülmaschinengeeignet, stattdessen gibt es aber eine Selbstreinigungsfunktion: Einfach Wasser und etwas Spülmittel einfüllen, Programm starten, und die Schüssel reinigt sich von selbst - im Test klappt das sehr gut. Das übrige Zubehör darf in die Spülmaschine - dazu gehören unter anderem eine rotierende Trommel (Tumbler) sowie ein Drehspieß (Rotisserie), auf dem sich beispielsweise ein ganzes Hähnchen zubereiten lässt. Für den Motor, der die Rotation antreibt, werden keine Batterien mitgeliefert. Tumbler und Rotisserie sollen für eine gleichmäßige 360-Grad-Hitzeverteilung sorgen und laut Hersteller besonders knusprige Ergebnisse liefern. Zum Lieferumfang gehören außerdem ein Greifer sowie eine Frittierplatte aus Edelstahl. Im Gegensatz zu den anderen Airfryern im Test ist der Fritaire* nicht für den Transport gedacht, passende To-go-Deckel gibt es nicht.
Das Heizelement sitzt oben auf der Glasschüssel und arbeitet mit 1500 Watt. Die Temperatur lässt sich zwischen 80 und 200 Grad einstellen, zusätzlich gibt es einen Timer von bis zu 60 Minuten - beide Funktionen lassen sich manuell regulieren. Insgesamt stehen sechs Kochfunktionen zur Verfügung: Steak, Huhn, Meeresfrüchte, Pommes, Toasten und Dehydrieren. Das LED-Touch-Display leuchtet hell, reagiert gut, der Airfryer wirkt insgesamt sehr stabil und hochwertig.
Für die Pommes verwenden wir die Trommel, die sich leicht in die Glasschüssel einsetzen lässt. Wir wählen das Pommes-Programm mit 200 Grad und 25 Minuten - eine vergleichsweise lange Garzeit für Pommes im Airfryer. Während des Betriebs zeigt das Display abwechselnd Temperatur und Restzeit an. Als besonders praktisch empfinden wir das integrierte Licht, das einen guten Blick ins Innere ermöglicht. Mit 49 Dezibel bleibt das Gerät leise. Der Energieverbrauch liegt bei den Pommes bei 0,448 kWh - relativ hoch, was aber auf die vergleichsweise lange Garzeit zurückzuführen ist. Die Griffe am Heizelement werden recht warm, Verbrennungsgefahr besteht aber nicht. Die Pommes sehen optisch gelungen aus, allerdings hätten wir uns von der Trommel ein noch gleichmäßigeres Ergebnis gewünscht: Einige sind schön kross, andere noch nicht ganz durchgegart.
Auch die Nuggets bereiten wir laut Herstellerempfehlung in der Trommel zu, bei 200 Grad für 15 Minuten. Das Entnehmen der Trommel funktioniert dank Greifer problemlos, der Verbrauch liegt hier bei 0,200 kWh. Geschmacklich sind die Nuggets gut, könnten für uns allerdings idealerweise noch etwas knuspriger sein. Für Kartoffeln und Brokkoli nutzen wir die Frittierplatte aus Edelstahl, wählen 200 Grad und 20 Minuten Garzeit aus. Positiv fällt auf, dass sich das Programm jederzeit pausieren lässt und automatisch stoppt, sobald der Deckel geöffnet wird - allerdings startet die Heißluftfritteuse danach nicht eigenständig neu. Der Energieverbrauch liegt bei 0,356 kWh. Der Brokkoli gelingt gut, die Kartoffeln sind oben schön gebräunt, unten jedoch blass. Auch bei der Pizza überzeugt das Ergebnis nicht vollständig: Bei 160 Grad ist sie nach fünf Minuten deutlich zu dunkel geworden.
Leistung: 1500 Watt
Maße: 35,3T x 27,4B x 31,2H cm
Lieferumfang: Heizelement, 1x 5-Liter Behälter, 1x Edelstahl-Frittierplatte, Trommel, Drehspieß, Greifer, Anleitung
Funktionen: Air Fry, Backen, Braten, Grillen, Aufwärmen, Dehydrieren
Adivo tragbarer Glas Airfryer - leiser Betrieb, viel Zubehör
Kurz und knapp: Der Adivo Airfryer kommt mit zwei stapelbaren Glasbehältern und gut reagierendem Touch-Bedienfeld. Besonders positiv bewerten wir die individuell einstellbare Temperatur von 60 bis 200 Grad. Die Garergebnisse sind insgesamt solide. Negativ fällt im Test der anhaltende Kunststoffgeruch auf, außerdem werden die Griffe im Betrieb zum Teil sehr heiß.
Der Adivo Airfryer ist komplett in Plastik verpackt - beim Auspacken fällt ein unangenehmer Kunststoffgeruch auf, der auch während des Betriebs weiter wahrnehmbar ist. Der Lieferumfang erinnert stark an den Ninja CRISPi: Zwei unterschiedlich große Glasbehälter, ein Adapter für das Heizelement sowie zwei Deckel sind enthalten. Die Schüsseln bestehen laut Hersteller aus Borosilikatglas, sind kratzfest, langlebig und spülmaschinengeeignet. Das Bedienfeld ist etwas größer als beim Ninja, verfügt über eine Touch-Oberfläche und reagiert zügig.
Es stehen vier Programme zur Auswahl ("Recrisp", "Max Crisp", "Air Fry" und "Bake"), die Temperaturen lassen sich zwischen 60 und 200 Grad individuell einstellen, ebenso die Zeit. Optisch wirkt der Adivo eher schlicht und passt besonders in kleinere Küchen, da sich die Schüsseln platzsparend stapeln lassen. Das Einsetzen der beschichteten Crisper Plate funktioniert problemlos: Sie sitzt fest und verrutscht nicht, auch das Heizelement rastet sauber ein - mit und ohne Adapter.
Für die Pommes nutzen wir das Air Fry-Programm bei 200 Grad und 15 Minuten im größeren Behälter. Während des Betriebs zeigt das Display sowohl die Restzeit als auch die Temperatur an. Öffnet man den Deckel, stoppt das Gerät automatisch, nach dem Wenden der Pommes läuft das Programm weiter. Nach Ablauf ertönt ein lauter Signalton, der Energieverbrauch liegt bei 0,286 kWh. Die Griffe der Glasschale werden spürbar warm, lassen sich aber gerade noch so anfassen. Auch das Gehäuse des Heizelements erhitzt sich. Die Pommes sind am Ende gleichmäßig gebräunt, nichts fällt durch die Löcher des Gitters - geschmacklich liegen sie auf einem ähnlichen Niveau wie beim Ninja.
Für die Nuggets wählen wir erneut das Air Fry-Programm mit 200 Grad und 15 Minuten. Das Gerät arbeitet leise, im Betrieb messen wir 50 Dezibel. Diesmal nutzen wir den kleineren Behälter, dessen Griffe am Ende der Garzeit so heiß werden, dass sie nur noch mit einem Küchentuch angefasst werden können. Der Energieverbrauch liegt bei 0,142 kWh. Die Nuggets im Adivo* sind deutlich dunkler geraten, teilweise aufgeplatzt und im Geschmackstest eher trocken. Kartoffeln und Brokkoli garen wir im größeren Behälter bei 200 Grad für 20 Minuten - das Gericht gelingt, die Kartoffeln sind gleichmäßig braun und lecker, der Brokkoli gut gegart und nicht verbrannt. Der Energieverbrauch beträgt in diesem Durchgang 0,277 kWh. Für die Pizza nutzen wir das "Recrisp"-Programm und sind zufrieden: Die Pizza wird ordentlich knusprig.
Leistung: 1500 Watt
Maße: 25T x 25B x 30H cm
Lieferumfang: Heizelement, 1x 4 Liter Behälter, 1x 1,5 Liter Behälter, 2x Aufbewahrungsdeckel, 2x Frittierplatte, Anleitung
Funktionen: Recrisp, Max Crisp, Air Fry, Bake
Sind Heißluftfritteusen aus Glas gesünder als Modelle mit Metallkorb?
Viele suchen gezielt nach einem Airfryer ohne potenziell bedenkliche Beschichtung - hier kann eine Heißluftfritteuse mit Glaskorb eine echte Alternative sein. Wer darauf Wert legt, sollte jedoch auch das Zubehör wie den Gitterrost im Blick haben - der besteht häufig dennoch aus beschichtetem Material. Einige Hersteller kennzeichnen ausdrücklich, dass ihr Zubehör PFAS- bzw. teflonfrei ist. Modelle mit Edelstahlgitter kommen in der Regel vollständig ohne herkömmliche Antihaftbeschichtung aus.
Kann Glas im Airfryer springen oder platzen?
Laut Herstellern bestehen die Glasbehälter aus hitzebeständigem, besonders widerstandsfähigem Glas (z.B. Borosilikat), das für hohe Temperaturen und Temperaturwechsel konzipiert ist. Halten sich Nutzer an die Herstellerangaben, ist die Gefahr, dass das Glas springt oder platzt, damit sehr gering. Gleichzeitig speichert Glas Hitze stärker als Metallkörbe, was zur Folge hat, dass Behälter nach dem Garen sehr heiß werden können und Verbrennungsgefahr besteht.
Welche Gerichte lassen sich im Glas-Airfryer zubereiten?
Prinzipiell lässt sich fast alles zubereiten, was auch in einer klassischen Heißluftfritteuse funktioniert, besonders eignen sich One-Pot-Gerichte wie Reis-Gemüse-Pfannen oder Hackfleischgerichte, auch Fleisch und Fisch gelingen gut. Im Trend sind außerdem klassische Kartoffelgerichte wie Pommes, Wedges, Ofenkartoffeln, Bratkartoffeln oder Gnocchi. Doch es muss nicht immer herzhaft sein: Im Airfryer lassen sich auch Frühstücksideen wie Granola oder Brötchen und Kuchen und Desserts, wie Kaiserschmarrn und süße Schupfnudeln zubereiten. Der Vorteil an den Glasbehältern: Die Gerichte lassen sich im Kühlschrank aufbewahren - und eignen sich mit passendem Deckel perfekt für unterwegs.
Wie reinigt man eine Heißluftfritteuse mit Glaskorb richtig?
Viele Glasbehälter sind spülmaschinengeeignet. Bei stärkeren Verschmutzungen lassen sich Gitter und Korb einfach in warmem Spülwasser einweichen und mit einem weichen Schwamm reinigen. Das Heizelement sollte nur mit einem feuchten Tuch abgewischt werden und darf niemals direkt in Kontakt mit Wasser kommen. Vor der Reinigung sollte das Gerät ausgeschaltet werden und komplett abgekühlt sein.
*Die Testredaktion rund um den "ntv Produkt-Check" ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.


