Baden-WürttembergMehrere Feste sagen Feuerwerke wegen Waldbrandgefahr ab

Der Waldbrandgefahrenindex liegt im Südwesten zum Wochenendstart beinahe überall bei der zweithöchsten und höchsten Stufe. Das hat Folgen für mehrere Veranstaltungen.
Schluchsee (dpa/lsw) - Wegen der akut hohen bis sehr hohen Waldbrandgefahr im Südwesten sagen mehrere Feste ihre Feuerwerke ab. So unter anderem das Seenachtsfest in Schluchsee (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald). Das Fest in der Gemeinde, die am gleichnamigen See liegt, erwartet am Wochenende tausende Gäste.
"Das besonders beliebte Höhenfeuerwerk über dem See muss in diesem Jahr jedoch leider abgesagt werden", hieß es in einer Mitteilung der Hochschwarzwald Tourismus GmbH. Grund dafür sei die anhaltende Trockenheit und damit einhergehende Waldbrandgefahr.
Auch die Stadt Murrhardt (Rems-Murr-Kreis) sagte das Feuerwerk beim Sommernachtsfest am Waldsee dieses Wochenende ab. In den vergangenen Tagen und Wochen sei es in der Gemarkung Murrhardt und im Rems-Murr-Kreis wiederholt zu Bränden auf Wiesen und in Waldstücken gekommen. "Sowohl das Kreisforstamt als auch die Feuerwehr sehen das Risiko für einen etwaigen Flächen- bzw. Waldbrand zu groß", hieß es in einer Mitteilung der Stadt.
Einschränkungen auch in der Schweiz
Bei den Nachbarn in Basel sorgt die Trockenheit ebenfalls für Einschränkungen: Zum schweizerischen Nationalfeiertag am 1. August wurden zunächst private Feuerwerke untersagt - doch nun sind auch die offiziellen Feuerwerke über dem Rhein und auf dem Bruderholz verboten worden. Viele Schaulustige verfolgen von deutscher Seite aus sonst jedes Jahr die Pyro-Show.
Der erste Tag des Schlossberg Festivals in Freiburg im Breisgau fällt wegen der Trockenheit sogar komplett flach. Für Freiburg gilt aktuell die höchste Stufe im Waldbrandgefahrenindex - somit sei man behördlich verpflichtet, die Veranstaltung abzusagen, so die Organisatoren. Nach aktuellem Stand soll der Samstag jedoch wie geplant stattfinden.