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Baden-WürttembergPolizei bereitet sich auf Protest in Stuttgart vor

26.10.2026, 09:50 Uhr
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In mehreren europäischen Ländern ist es jüngst bei Demonstrationen zu Ausschreitungen gekommen. Nun wollen junge Menschen auch im Südwesten auf die Straße gehen. Wie die Polizei die Lage bewertet.

Stuttgart (dpa/lsw) - Nach den ausufernden Protesten in einigen europäischen Ländern bereitet sich auch die Polizei in Stuttgart vor. Mit Ausschreitungen und Krawallen wie in Frankreich sei aber nicht zu rechnen, so die Beamten in einer Mitteilung. Für Samstag hat die Initiative "Gen Z regelt" zu einem Protest in der Landeshauptstadt aufgerufen.

Bürger laut Polizei wegen Protesten in Frankreich verunsichert

"Die Bilder aus Frankreich haben viele Bürgerinnen und Bürger verunsichert", schreibt die Polizei. Man nehme die Sorgen der Menschen sehr ernst und bereite sich entsprechend vor. Derzeit bestehe aber kein Anlass zur Sorge, dass es auch in der Landeshauptstadt zu derartigen Ausschreitungen kommen werde.

"Wer friedlich für seine Anliegen demonstrieren möchte, kann sich darauf verlassen, dass wir dieses Recht schützen", sagt der Polizeipräsident Markus Eisenbraun laut einer Mitteilung der Polizei. Störungen, Sachbeschädigungen oder gar Angriffe auf Menschen hätten dagegen keinen Platz und die Polizei würde entsprechend eingreifen.

Bislang hätten sich die Veranstalter von Gewalt distanziert und zu friedlichen Protesten aufgerufen. Die Beamten würden die Entwicklungen sowie die Mobilisierung in den sozialen Netzwerken aber weiterhin aufmerksam beobachten, heißt es.

Demos in zahlreichen Großstädten

Die Initiative "Gen Z regelt" möchte am Samstag in 23 Großstädten in ganz Deutschland auf die Straße gehen, um etwa gegen die steigenden Lebenshaltungskosten, den Sparkurs in der Bildungspolitik und gegen die Wehrpflicht zu demonstrieren. Neben Stuttgart sind im Südwesten auch Demos in Karlsruhe, Ulm und Freiburg geplant.

In den vergangenen Tagen gab es bei Demonstrationen unter anderem in Frankreich, Italien und Belgien gewalttätige Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei. Die französische Polizei nahm dabei bereits mehr als 1.300 Menschen fest. Zudem wurden viele Geschäfte beschädigt und geplündert.

Quelle: dpa

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