Regionalnachrichten

Bayern FFP2-Maskenpflicht: Holetschek kontert Lauterbach-Kritik

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek nimmt seine FFP2-Maske ab.

(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archiv)

München (dpa/lby) - Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Kritik von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach an den Erleichterungen bei der Maskenpflicht im bayerischen öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) zurückgewiesen. Der Minister sagte am Samstag: "Bayern hat mit am längsten von allen Bundesländern an der FFP2-Maske festgehalten." Das Gutachten des Sachverständigenausschusses am Freitag habe bestätigt, dass für die Schutzwirkung einer Maske insbesondere der richtige Sitz entscheidend sei.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Abschaffung der FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV in Bayern kritisiert. Das sei angesichts der Corona-Sommerwelle ein klarer Fehler, schrieb Lauterbach am Samstag auf Twitter. Holetschek betonte dagegen: "Wichtig ist, dass die Maskenpflicht weiter besteht und die Masken korrekt getragen werden.

Von Lauterbach forderte er, noch vor der Sommerpause einen Entwurf für ein winterfestes Infektionsschutzgesetz vorzulegen, "anstatt sorgfältig abgewogene Entscheidungen der Länder zu kritisieren".

Seit diesem Samstag ist im Freistaat nur noch eine medizinische Maske in Bussen und Bahnen vorgeschrieben. "Wir setzen damit stärker auf die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger", hatte Holetschek zur Begründung gesagt. Das bayerische Kabinett hatte die entsprechende Änderung der Corona-Verordnung am Dienstag beschlossen.

In anderen Bundesländern wie Berlin und Hamburg müssen Fahrgäste derzeit noch eine FFP2-Maske in Bussen und Bahnen tragen, andernorts wie in Sachsen reicht eine OP-Maske.

Quelle: dpa

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen