BayernSöder übergibt 58 Millionen für neues Mondkontrollzentrum

In wenigen Jahren sollen wieder Astronauten zum Mond fliegen. Bayern will dabei mit in der ersten Reihe stehen. Und macht dafür viel Geld locker.
Oberpfaffenhofen (dpa/lby) - Bayern geht die nächsten Schritte auf dem Weg zum Mond und zum "deutschen Houston": Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München soll das Mondkontrollzentrum für künftige astronautische Mondmissionen entstehen. Dafür übergab Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nun einen Förderbescheid über 58 Millionen Euro. 2030 soll das Zentrum startklar sein.
Zudem kündigten Söder und der Generaldirektor der europäischen Raumfahrtagentur ESA, Josef Aschbacher, an, möglichst schneller als geplant europäische Technologie zum Mond fliegen zu wollen: Vision ist eine europäische Mondstation mit viel Technik auch aus Deutschland und speziell aus Bayern. Der Raumfahrtkonzern OHB gab dazu im Beisein Söders die Gründung einer eigenen "European Moonport Company" bekannt.
Am DLR-Standort in Oberpfaffenhofen befindet sich heute bereits eines der Kontrollzentren für die internationale Raumstation ISS. Dort soll nun das Mondkontrollzentrum angedockt werden. Dabei gibt es eine enge Kooperation mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa, die im Rahmen des "Artemis"-Programms in wenigen Jahren wieder Menschen zum Mond schicken will. Ziel ist eine dauerhafte menschliche Präsenz am Mond in internationaler Kooperation. Zunächst sollen heuer mit der "Artemis 2"-Mission erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen.