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Berlin & BrandenburgBericht: Mehr als 70 Einbrüche bei Feuerwehr

08.10.2026, 10:47 Uhr
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Feuerwehrleute nutzen sie, um Verletzte zu bergen. Kriminelle setzen sie bei Raubüberfällen oder Diebstählen ein. Hydraulik-Spreizer gehört zu begehrter Beute bei Einbrüchen.

Berlin (dpa/bb) - Feuerwehrgerätehäuser in Berlin sind regelmäßig Ziel von Einbrechern - 74 solcher Fälle hat die Polizei einem Bericht zufolge seit Anfang 2023 erfasst. Dabei wurden insgesamt 32 Geräte gestohlen, darunter 23 hydraulische Spreizer, wie die "Berliner Morgenpost" unter Berufung auf Zahlen der Feuerwehr (Stand: 28. September) berichtet.

Mit so einem teuren Hydraulik-Spreizer lassen sich Schließfächer aufbrechen. Bekannt sind mehrere Raubüberfälle und Diebstähle, bei denen sie eingesetzt wurden. So verwendeten später verurteilte Mitglieder arabischstämmiger Großfamilien derartiges Werkzeug für den Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden im Jahr 2019 und bei Überfällen auf Geldtransporter in Berlin. Die Feuerwehr nutzt solche Geräte, um nach Verkehrsunfällen oder Unglücken eingeklemmte Menschen aus Wracks oder Wohnungen zu befreien.

Nach dem Bericht ist die Zahl der Einbrüche in diesem Jahr im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Die Polizei habe bislang sechs schwere Diebstähle in Berliner Feuerwachen erfasst, schreibt die Zeitung. Im Gesamtjahr 2025 waren es demnach 24 Fälle, 28 Taten wurden demnach im Jahr 2023 erfasst. In der Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 28. September 2026 konnte die Polizei laut Bericht zehn Verdächtige ermitteln.

Bei den Einbrüchen in Wachen und Gerätehäusern der Feuerwehr entsteht in der Regel ein hoher Schaden. Nach früheren Angaben der Innenverwaltung wurden der Berliner Feuerwehr deshalb für das laufende Jahr 1,2 Millionen Euro zusätzlich für Sicherungsmaßnahmen zum Schutz vor Einbruch zur Verfügung gestellt. Für 2027 wurden demnach 750.000 Euro bewilligt. Weiteres Geld soll von der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) kommen.

Quelle: dpa

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