Berlin & BrandenburgMann auf belebter Einkaufsstraße in Neukölln angeschossen

Mitten am Tag fällt ein Schuss auf der Karl-Marx-Straße mit vielen Geschäften. Ein Mann wird getroffen. Was zu der Tat bekannt ist.
Berlin (dpa/bb) - Auf dem Gehweg einer belebten Einkaufsstraße in Berlin-Neukölln ist ein Mann angeschossen worden. Der 25-Jährige wurde nach Angaben der Polizei am Bein leicht verletzt. Der Schuss fiel nach ersten Erkenntnissen gegen 13.40 Uhr auf dem Bürgersteig der Karl-Marx-Straße, einer der großen Durchgangsstraßen mit zahlreichen großen Geschäften im nördlichen Neukölln.
Zeugen hörten einen Knall, wie ein Polizeisprecher sagte. Auf dem Boden wurde eine Patronenhülse gefunden. Der oder die Schützen flohen. Man habe zunächst keine Verdächtigen, hieß es. Die genauen Umstände seien noch nicht bekannt. Zu dem Opfer, das in ein Krankenhaus gebracht wurde, wurden keine weiteren Details mitgeteilt.
Die Polizei sperrte die Straße zwischen der Thomasstraße und Werbellinstraße mit einem größeren Aufgebot in beide Richtungen ab. Kriminaltechniker vom Landeskriminalamt (LKA) untersuchten den Tatort nach Spuren.
Organisierte Kriminalität?
Ob die Tat mit den zahlreichen gewalttätigen Auseinandersetzungen und Schüssen im kriminellen Milieu seit dem vergangenen Jahr zusammenhängt oder private Hintergründe hat, war zunächst noch völlig unklar. Auf einen möglichen Zusammenhang mit organisierter Kriminalität könnte die Tatsache hindeuten, dass laut Polizei die Sondereinheit "Ferrum" die Ermittlungen übernahm.
Die Einheit war im Berliner Landeskriminalamt (LKA) gebildet worden, um gegen die verbreiteten Schusswaffen und Schießereien in der Stadt vorzugehen. Sie soll durch viele Kontrollen und andere Aktivitäten Strukturen der organisierten Kriminalität unter Druck setzen.