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Berlin & BrandenburgGroßer Kunstpreis Berlin: US-Künstlerin Meredith Monk geehrt

19.03.2026, 04:03 Uhr
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(Foto: Carsten Koall/dpa)

Monk, 83 Jahre alt, ist unter anderem Komponistin, Vokalkünstlerin und Regisseurin. Die Akademie der Künste kritisiert im Zuge der Auszeichnung, dass die Senatsveraltung bei den Preisgeldern spart.

Berlin (dpa/bb) - Die US-Musikerin Meredith Monk (83) ist mit dem Großen Kunstpreis Berlin geehrt worden. Die Künstlerin nahm die Auszeichnung des Landes Berlin am Mittwochabend in der Akademie der Künste entgegen. Gewürdigt wurde damit ihr einzigartiges und einflussreiches Lebenswerk, wie die Organisatoren vorab mitgeteilt hatten. Monk habe als Komponistin, Vokalkünstlerin, Regisseurin und Choreographin von Weltruhm neue Opern, Musiktheater, Filme und Installationen geschaffen.

Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert. Sechs weitere Kunstpreise sind mit jeweils 5.000 Euro prämiert. Sie gingen an die in der Ukraine geborene Künstlerin Daria Chernyshova, die palästinensischen Architekten Elias und Yousef Anastas, die schwedische Sängerin Sofia Jernberg, die deutsche Schriftstellerin Jayne-Ann Igel, den österreichischen Künstler Matthias Jakisic und das FSK Kino Berlin.

Die Akademie der Künste kritisierte, dass das Land Berlin die Dotierung der Auszeichnungen - zusammen 45.000 Euro - halbiert habe. Die Preisgelder seien daher in diesem Jahr zur Hälfte von der Akademie übernommen worden, obwohl man etwa auch schon die Kosten für Anreise und Veranstaltung trage.

Akademie protestiert gegen Einsparung beim Preisgeld

"Der Kunstpreis Berlin wurde 1948 in Erinnerung an die Märzrevolution von 1848 ausdrücklich als politischer Preis gestiftet", schrieb die Akademie. Angesichts der aktuellen Herausforderungen für demokratische Institutionen zeuge die Prioritätensetzung von "mangelndem historischem Bewusstsein" und schwäche "die demokratische Selbstvergewisserung dieser Stadt". Der Präsident der Akademie, Manos Tsangaris, kritisierte, ihre Briefe seien unbeantwortet geblieben und es sei kein Senatsvertreter zur Verleihung gekommen.

Die Senatskulturverwaltung teilte mit, es sei korrekt, dass sie in diesem Jahr das Preisgeld um 22.000 Euro hätten kürzen müssen. "Leider ließen sich in der aktuell angespannten Haushaltslage im Land Berlin Kürzungen bei allen Preisen und Preisgeldern nicht vermeiden. Wir tun unser Bestes, um den Berliner Kunstpreis für die Zukunft wieder auf stabile Beine zu stellen."

Die leider notwendigen Kürzungen seien mit großem Verantwortungsbewusstsein und hoher Sensibilität vorgenommen worden, teilte ein Sprecher der Senatskulturverwaltung mit. Gerade Bereiche wie kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen, besonders vulnerable Bereiche wie Kinder- und Jugendtheater, die bezirklichen und wohnortnahen Kulturangebote und Projektmittel für die Freie Szene hätten sie nicht oder kaum belastet.

Quelle: dpa

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