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Berlin & BrandenburgDie langsamsten Berliner Buslinien 2025

13.04.2026, 12:59 Uhr
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In etwa so schnell wie ein Jogger: Die Buslinie 147 war im vergangenen Jahr die langsamste ganzjährig verkehrende Linie. Der X7 war im Schnitt fast dreimal schneller unterwegs - das hat einen Grund.

Berlin (dpa/bb) - Die Linie 147 zwischen Ostbahnhof und Wedding über Hauptbahnhof war im vergangenen Jahr die langsamste ganzjährig verkehrende Berliner Buslinie. Die Fahrzeuge kamen auf der knapp elf Kilometer langen Betriebsstrecke auf eine durchschnittliche Beförderungsgeschwindigkeit von 13,1 Kilometern pro Stunde - bestenfalls ein zügiges Jogging-Tempo.

Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Berliner Linke-Abgeordneten Kristian Ronneburg hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" berichtet. Demnach war die 147 sogar 0,3 Stundenkilometer langsamer unterwegs als im Jahr davor.

Es gab allerdings im Jahr 2025 eine Buslinie, die noch langsamer war: Der 312er, auch bekannt als Bäderbus, fährt nur im Sommer vom S-Bahnhof Nikolassee zum Strandbad Wannsee und zurück. Die Fahrzeuge waren im vergangenen Jahr im Schnitt mit lediglich 12,8 Stundenkilometern unterwegs. Das waren ganze 2,2 Km/h weniger als im Vorjahr, wie aus den Antworten hervorgeht.

Der Grund für den Rückgang war den Angaben zufolge das gute Wetter: "Der Sommer 2025 zeichnete sich gegenüber 2024 durch mehr Sonnentage, kaum Niederschläge und insgesamt stabiles Badewetter aus, sodass die Nachfrage spürbar höher war als im Jahr 2024."

Schnellster Bus zwischen Rudow und BER

Die schnellste Berliner Buslinie war die Linie X7 zwischen Rudow und dem Flughafen BER mit einer durchschnittlichen Beförderungsgeschwindigkeit von 36,9 Kilometern pro Stunde. Das vergleichsweise hohe Tempo kommt daher, dass die Busse abschnittweise über die Autobahn fahren.

Zwar gingen die Geschwindigkeiten auf vielen Linien im vergangenen Jahr zurück, die Entwicklungen waren aber - bis auf einige Ausnahmen - nur gering. Bei den Metrobuslinien etwa, die mit dichterer Taktung vor allem auf den Hauptverkehrsachsen fahren, lag das jeweilige Durchschnittstempo zwischen plus 0,5 und minus 0,5 Stundenkilometern im Vorjahresvergleich.

Fahrgäste spüren solche Schwankungen in der Regel kaum. Für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind sie allerdings betriebswirtschaftlich relevant. Fahren Busse auf bestimmten Linien dauerhaft langsamer, braucht es mehr Fahrzeuge und entsprechend mehr Personal, um den jeweils geplanten Takt zu halten.

Quelle: dpa

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