Berlin & BrandenburgFüchse Berlin im Viertelfinale in Veszprém: "Wird brutal"

Die Füchse haben beim ungarischen Spitzenteam Veszprém eine schwere Aufgabe zu lösen. Obwohl die Berliner beide Gruppenspiele gewannen, erwarten sie jetzt einen ganz anderen Gegner.
Berlin (dpa/bb) - Die Handballer der Füchse Berlin stehen auf dem Weg zum Final4 in der Champions League vor einer sehr schwierigen Aufgabe. Im Viertelfinal-Hinspiel treten die Berliner am Donnerstag (18.45 Uhr/Dyn) beim ungarischen Serienmeister Veszprém HC an. "Das wird brutal. Beide Mannschaften haben die gleiche Chance, nach Köln zu gehen. Die Chancen stehen 50:50. Aber natürlich wollen wir sehr gerne dahin", sagte Trainer Nicolej Krickau.
Zumal die Füchse ja in Köln vor anderthalb Wochen erst den deutschen Pokal gewinnen konnten. Und der deutsche Meister sich gerade auch in einem guten Spielfluss befindet. Das gilt allerdings auch für Veszprém. "Die kommen mit genau dem gleichen Erfolg. Auch sie haben den Pokal geholt", sagte Krickau. Der Däne sieht bei den Ungarn einen klaren Aufwärtstrend. "Die haben in den letzten Wochen deutlich ihr Niveau erhöht. Sie haben eine viel stabilere Abwehr", sagte er.
Veszprém unter Erfolgsdruck
Dabei hatte es im ambitionierten Veszprém erst kürzlich mächtig gekracht. Die Gruppenphase hatten sie nur auf Platz fünf beendet. Der Vereinsboss hatte sogar mit Gehaltskürzungen gedroht, sollten Saisonziele nicht erreicht werden. "Es gibt ja Schreiben, in der die Mannschaft von ihrer Führung deutlichst angezählt worden ist. Man merkt, dass die unglaublich viel Druck haben", sagte Geschäftsführer Bob Hanning. Der erwartet in den Partien deshalb "ganz viel Feuer".
Die beiden Gruppenspiele gingen mit 32:31 und 38:34 an den Bundesligisten. "Aber das ist jetzt eine andere Geschichte", warnte Krickau. Denn seit der Vereinsboss-Schelte hätten sie sehr gut gespielt. Der 39-Jährige warnt deshalb davor, sich zu sehr auf das Rückspiel eine Woche später vor heimischer Kulisse zu verlassen. "Man spricht oft über zwei Halbzeiten. Aber du musst da von Anfang an da sein", sagte er.