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Berlin & BrandenburgGedenkgottesdienst nach Gewalttat mit zwei Toten geplant

29.08.2026, 12:07 Uhr
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(Foto: Britta Pedersen/dpa)

Eine 18-jährige Schülerin und ein 30-jähriger Erzieher sterben bei einem Gewaltakt in einer Schule. Die Trauer ist groß. Deshalb bietet die Kirche einen Raum dafür.

Gosen-Neu Zittau (dpa/bb) - Zwei Tage nach der gewaltsamen Tat in einer Schule in Gosen-Neu Zittau mit zwei Toten ist ein Gedenkgottesdienst geplant. "Wir wollen Raum bieten, um die Fragen und die Klagen auch ansprechen zu können, aber auch für andere zu beten", sagte Pfarrer Carsten Schwarz der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Es macht fassungslos, es macht sprachlos." Er betonte: "Wir werden keine Erklärung oder Antworten auf die Fragen geben können." Es gehe um einen Ort der Stille und Trauer, aber auch um die Möglichkeit von Gesprächen.

Ein 19-jähriger Deutscher steht im Verdacht, am Donnerstag an einer Privatschule in Gosen-Neu Zittau in Ostbrandenburg eine 18 Jahre alte Schülerin und einen 30 Jahre alten Kita-Erzieher getötet zu haben. Ihm wird zweifacher Mord vorgeworfen. Er kam in Untersuchungshaft, wie die Polizei der dpa mitteilte. Die Schülerin soll laut Staatsanwaltschaft die Ex-Freundin des Tatverdächtigen sein. Der Erzieher soll demnach versucht haben, der Schülerin zu helfen. Bei der Tatwaffe soll es sich um ein Messer handeln.

Teelichter auf einem schwarzen Tuch

Bei der Trauerandacht in der Evangelischen Kirche in Neu Zittau (17.00 Uhr) sind Musik, ein Psalmgebet, ein kurzer Impuls und Fürbitten vorgesehen. Ein schwarzes Tuch soll ausgebreitet werden, auf dem Menschen Teelichter anzünden, sagte der Pfarrer. Falls mehr Besucher kommen, als die Kirche fasst, wird der Gottesdienst möglicherweise auch nach draußen übertragen.

Für Donnerstag (3. September) ist ein Trauergottesdienst in der Docemus-Privatschule geplant, am Freitag vor der Schule ein Gedenken mit Schweigeminute. Bürgermeister Frank Nakoinz (BVB/Freie Wähler) bat Medienvertreter bei Facebook darum, "den Terminen aus Respekt vor den Verstorbenen, ihren Angehörigen und allen Trauernden fernzubleiben".

Quelle: dpa

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