Berlin & BrandenburgGrünen-Fraktionschef dringt auf mehr Gemeinschaftsschulen

Die Grünen wollen durch mehr Gemeinschaftsschulen helfen, Stress beim Schulwechsel vermeiden. Grünen-Politiker Graf schildert seine eigenen Erfahrungen.
Berlin (dpa/bb) - Grünen-Fraktionschef Werner Graf hat sich für mehr Gemeinschaftsschulen in Berlin ausgesprochen und dabei auf seine eigenen Erfahrungen hingewiesen. "Jeder hat ja so seine eigene Bildungsgeschichte, ich natürlich auch", sagte er in der jüngsten Plenarsitzung im Landesparlament. "Ich musste damals runter vom Gymnasium - wegen Latein. Das war wirklich nicht meine Stärke", gab der Grünen-Politiker zu, der als Spitzenkandidat für die Wahl zum Abgeordnetenhaus antritt.
"Ich weiß noch genau, wie ich am ersten Tag in der neuen Schule im neuen Klassenzimmer stand. Ich kannte niemanden. Unsicherheit, Stress pur. Und mein ganzer Freundeskreis war auf einmal weg", sagte Graf.
Schulwechsel bedeutet oft Stress
Auch für viele Berliner Kinder bedeute der Wechsel an eine neue Schule puren Stress, vor allem nach dem Ende der Grundschulzeit. Noch gebe es zu wenig Gemeinschaftsschulen, die das Lernen ohne einen solchen Bruch von der ersten Klasse bis zum Abschluss ermöglichten.
Am Ende lieferten sie auch bessere Ergebnisse, sagte Graf. "Schulwechsel zu vermeiden, verringert den Stress für Kinder, Eltern und auch für die Lehrer."