Berlin & BrandenburgHanfparade zieht durch Berlin – Forderung nach Legalisierung

Die Teillegalisierung von Cannabis reicht nicht allen – gut 200 Menschen machen sich daher zur Hanfparade auf. Die Politik soll ihren Protest zu hören bekommen.
Berlin (dpa/bb) - Teilnehmer der diesjährigen Hanfparade in Berlin haben erneut eine weiter umfassende Legalisierung von Cannabis gefordert. Rund 200 Menschen versammelten sich nach ersten Polizeiangaben zum Auftakt am Alexanderplatz zu der Demonstration mit dem Titel "Gerecht! Gesund! Genießen!". Die Veranstalter hatten laut Polizei bis zu 4.000 Menschen erwartet.
Nach einer Kundgebung dort zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Straße Unter den Linden zum Regierungsviertel und am Reichstagsgebäude vorbei. Auf Transparenten war unter anderem zu lesen "Cannabis ist Medizin", Kiffen für den Frieden" oder "Ich bin High" und "Berlin im Rausch". Die Route sollte am Gesundheitsministerium und Sitz des Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), vorbeiführen.
Hanfparade seit 1997 in Berlin
Die Hanfparade zieht seit 1997 jährlich im Sommer durch Berlin. Sie fordert ein "Wende der von Ideologie beeinflussten hin zu einer von Vernunft geprägten Drogenpolitik". Die aktuellen, seit April 2024 geltenden, gesetzlichen Regelungen gehen Veranstaltern und vielen Teilnehmern nicht weit genug.
Die damalige Regierung aus SPD, Grünen und FDP hatte eine Teillegalisierung beschlossen, die den Anbau und Besitz von Cannabis in begrenztem Umfang für Erwachsene nach entsprechenden Regeln erlaubt.