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Nordrhein-WestfalenAus Tierpark entlaufener Luchs erschossen

08.08.2026, 16:33 Uhr
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Aus einem Wildpark in Haltern am See ist ein männlicher Luchs entlaufen. Weil das Tier einen Hund anging, musste ein Jäger eingreifen.

Haltern am See (dpa/lnw) - Ein Luchs ist aus einem Wildpark im nördlichen Ruhrgebiet ausgebrochen und musste erschossen werden. Das männliche Tier habe den Hund eines Spaziergängers angegangen, sagte der Betreiber des Naturwildparks Granat, Holger Beckmann. Den Luchs lebend einzufangen, sei nicht gelungen. Aus Sicherheitsgründen sei dem zuständigen Jäger dann der Abschuss genehmigt worden. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Das Männchen war bereits Ende Juli aus dem Wildpark in Haltern am See entlaufen. Wie genau ihm das gelang, ist noch unklar. "Wir haben kein Loch im Zaun gefunden", so Beckmann. Bei der Suche nach dem Tier setzte der Betreiber vor allem auf die Sichtungen von Jägern in der Region.

Luchs war in der Hohen Mark unterwegs

Ursprünglich war geplant, das Tier mit Hilfe einer Betäubung oder einer Lebendfalle einzufangen. Zuletzt war der Luchs mehrfach in der Hohen Mark gesichtet worden. Der Naturpark verbindet das Münsterland mit dem Ruhrgebiet.

Eine Luchskatze bleibt nun vorerst allein im Gehege in Haltern zurück. Für das Weibchen sei das aber unproblematisch, sagte Beckmann. Luchse seien grundsätzlich Einzelgänger. Perspektivisch wolle er wieder ein Männchen dazuholen.

Es war nicht das erste Mal, dass ein Luchs aus dem Wildpark entläuft. Zuletzt war 2019 ein Tier entwischt, nachdem Unbekannte den Zaun beschädigt hatten. Der Luchs wurde Monate später in Bochum wieder eingefangen. Ein Jäger trieb das Tier dazu mit Hilfe seiner Hunde auf einen Baum, wo der Luchs betäubt werden konnte.

Quelle: dpa

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