Berlin & BrandenburgLSB Berlin bedauert Rückzug: Spiel endet erst nach Abpfiff

Der LSB Berlin hat den vorzeitigen Rückzug der Berliner Olympia-Bewerbung kritisiert. Zudem müsse die neue Regierung zuvor gefasste Beschlüsse in ihrer Legislaturperiode umsetzen.
Berlin (dpa/bb) - Der Landessportbund Berlin hat den vorzeitigen Ausstieg der Berliner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele kritisiert. "Der LSB Berlin ist der festen Überzeugung, dass ein Spiel erst dann endet, wenn es abgepfiffen ist", heißt es auf der Webseite des Verbandes, "ein Wesensmerkmal des Sports ist der faire Wettbewerb. Dazu gehört auch, anzutreten, wenn man von vornherein weiß, nicht gewinnen zu können."
Am Vormittag hatten der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU), Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) und der Olympia-Beauftragte Kaweh Niroomand den vorzeitigen Verzicht auf die Abstimmung bei der DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden am Samstag damit erklärt, sich "eine Blamage zu ersparen".
Konsequente Umsetzung in neuer Legislaturperiode
Trotz der Aufgabe wies LSB-Präsident Härtel auf die vom Abgeordnetenhaus gefassten Entschlüsse hinsichtlich der Förderung des Sports hin, die auch für die kommende Legislaturperiode Bestand hätten: "Wir erwarten von einer künftigen Regierung, sich im Sinne der Entschließung des Abgeordnetenhauses konsequent für die sportpolitischen Forderungen einzusetzen. Wir wollen eine bewegte Stadt, die über alle Generationen hinweg ein verlässliches Bewegungs- und Sportangebot für alle bietet!"
Der auch für die neue Regierung geltende Beschluss umfasst neben täglichen Sportangeboten in den Schulen die Sanierung von Sportstätten und Schwimmbädern ebenso wie die Einrichtung eines Fonds für den Breitensport. Zugleich sollte ehrenamtliches Engagement im Sport und über den Sport hinaus erleichtert werden.