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Berlin & BrandenburgMehr als 1000 Beschäftigte streiken bei Leag

01.09.2023, 09:27 Uhr
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(Foto: Paul Zinken/dpa/Symbolbild)

Cottbus (dpa/bb) - Mit Beginn der Frühschicht haben am Freitag mehr als 1000 Mitarbeitende nach Gewerkschaftsangaben die Arbeit an allen Kraftwerks- und Tagebau-Standorten des Energieunternehmens Leag niedergelegt. Die Gewerkschaft IG BCE hatte am Mittwoch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten abgebrochen und für diesen Freitag zum Warnstreik aufgerufen. Der Ausstand war für sechs Stunden geplant. Notbesetzungen würden eingerichtet.

Die Gewerkschaft verhandelt für insgesamt 7200 Beschäftigte des Energieunternehmens. In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen hatte die Leag zusätzlich zur bereits avisierten tariflichen Inflationsausgleichsprämie von 1500 Euro eine weitere Einmalzahlung von 8500 Euro angeboten - nach Angaben der Gewerkschaft jedoch keine nachhaltige, tabellenwirksame Entgeltsteigerung.

Die Tarifkommission fordert, dass die Löhne dauerhaft um 12 Prozent, mindestens jedoch um 400 Euro in der Entgelttabelle steigen. Die Vergütungen für Auszubildende sollen überproportional erhöht werden. "Die Arbeitgeber scheinen in eine Parallelwelt abgeglitten zu sein", kritisierte IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden in Cottbus. Eine Einmalzahlung - egal wie hoch sie auch geschraubt werde - sei angesichts der hohen Inflation schnell wieder verpufft.

Quelle: dpa

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