Berlin & BrandenburgMord im Rockermilieu wird Fall für "Aktenzeichen XY"

In August 2009 wird im Berliner Osten das Mitglied einer Rockerbande getötet. Bis heute ist der Fall ungeklärt. Nun wird der Mord bei der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" aufgerollt.
Berlin (dpa/bb) - Mehr als 16 Jahre nach der Tat ist ein Mord im Rockermilieu im Berliner Osten Thema in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst". "Auch nach so vielen Jahren ist der Fall nicht vergessen", sagte Moderator Rudi Cerne der Deutschen Presse-Agentur. Der Fall werde noch einmal in "Aktenzeichen XY" gezeigt, um mögliche Zeugen zu erreichen und neue Hinweise zu bekommen.
Ein 33 Jahre alter Rocker war in der Nacht vom 13. auf den 14. August 2009 aus einem Auto heraus niedergeschossen worden. Der Mord stellte damals einen Höhepunkt der eskalierenden Gewalt zwischen rivalisierenden Rockerbanden in Berlin und Brandenburg dar. Er gehört heute zu den spektakulären Fällen, die Berliner Kriminalisten als sogenannte Cold Cases immer wieder in den Blick nehmen.
Ermittler baten 2025 um Hinweise
Die Täter lauerten damals ihrem Opfer in der Nähe seiner Wohnung im Plattenbauviertel in Berlin-Hohenschönhausen auf. Der 33-Jährige soll ein früheres Mitglied der "Hells Angels" gewesen sein, das zu den rivalisierenden "Bandidos" übergelaufen war. Demnach könnte es sich bei dem Mord um einen Racheakt gehandelt haben.
Bereits im September 2025 baten Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft erneut um Hinweise zu dem Mord. Die Folge von "Aktenzeichen XY... ungelöst" mit dem Fall wird heute (21. Januar) um 20.15 Uhr im ZDF zu sehen sein.