Berlin & BrandenburgNach Gewalttat mit zwei Toten: Tatverdächtiger sagt nichts

Eine Schülerin und ein Erzieher kommen gewaltsam ums Leben. Der Tatverdächtige kommt in Untersuchungshaft. Wie ist der Stand der Ermittlungen?
Gosen-Neu Zittau (dpa/bb) - Mehr als einen Monat nach dem gewaltsamen Tod zweier Menschen an einer Schule in Gosen-Neu Zittau schweigt der Tatverdächtige noch immer. "Der Beschuldigte hat sich nicht zur Sache eingelassen", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Ricarda Böhme. "Die Ermittlungen dauern an." Dem damals 19-jährigen Deutschen wird zweifacher Mord vorgeworfen.
Schülerin und Erzieher sterben
Der Mann steht im Verdacht, Ende August an einer Privatschule in Gosen-Neu Zittau im Landkreis Oder-Spree eine 18 Jahre alte Schülerin und einen 30 Jahre alten Erzieher getötet zu haben. Die Schülerin soll seine Ex-Freundin gewesen sein. Der Erzieher soll versucht haben, der Schülerin bei dem Angriff zu helfen. Bei der Tatwaffe soll es sich um ein Messer handeln.
Nach der Gewalttat war die Bestürzung nicht nur in dem Ort im Landkreis Oder-Spree sehr groß. Auf dem Campus sind mehrere Privatschulen des Trägers Docemus, ein Kindergarten und eine staatliche Grundschule untergebracht. Eine Woche nach der Tat wurde mit einem Trauergottesdienst, an dem auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) teilnahm, der beiden Toten gedacht.