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Berlin & BrandenburgNeue Füchse-Rolle für Langhoff: "An mir, das zu nutzen"

20.08.2026, 10:59 Uhr
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Eigengewächs Matthes Langhoff soll bei den Füchsen den abgewanderten Lasse Andersson ersetzen. Damit ist der deutsche Nationalspieler nun auch in der Offensive stärker gefordert.

Berlin (dpa/bb) - Wenn die Füchse Berlin am Samstag im Supercup gegen den Meister SC Magdeburg (18.00 Uhr/Dyn) in die neue Saison der Handball-Bundesliga starten, wird besonders ein Akteur im Fokus stehen. Denn das Berliner Eigengewächs Matthes Langhoff soll den in seine Heimat abgewanderten dänischen Welt- und Europameister Lasse Andersson im Rückraum ersetzen. "Ich freue mich, dass er so viel Vertrauen in mich setzt und an mich glaubt. Das ist eine große Chance, als erster Mann auf meiner Position zeigen zu können, was ich draufhabe", sagte der 24-Jährige.

Da die Füchse keinen passenden Ersatz für ein Jahr finden konnten - ab 2027 kommt der dänische Star Simon Pytlick von der SG Flensburg-Handewitt - hatte Geschäftsführer Bob Hanning klargemacht, dass die Füchse voll auf Langhoff setzen. "Wir erwarten, dass er nicht nur einer der besten Abwehrspieler der Welt wird, sondern wir erwarten, dass er es schafft, sich zu einem sehr starken Rückraumlinken zu entwickeln. Das ist die Saison seines Lebens", sagte er.

Langhoff will sich nicht zu viel Druck machen

Langhoff muss also nun auch in der Offensive funktionieren. Zu viel Druck will sich der Nationalspieler deshalb aber nicht machen. "Denn ich glaube, das ist eher hinderlich als förderlich. Man braucht da ein gesundes Maß an Druck und Erwartung, um trotzdem noch befreit aufspielen zu können", sagte er.

Langhoff freut sich auf die neue Aufgabe und ist bereit dafür auch einiges zu investieren. "Dass als neue Nummer Eins auf dieser Position jetzt nicht alles von alleine kommt, sondern man auch viel dafür tun muss, war von vornherein klar. Deshalb heißt es für mich jeden Tag weiterarbeiten, um zu schauen, dass man noch einmal ein bis zwei Prozentpunkte sammelt. Es ist an mir, das jetzt zu nutzen", sagte er.

Basis ist die Abwehrarbeit

Bisher hatte Langhoff vor allem in der Abwehr überzeugt und so auch den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft geschafft. "Für mich wird es weiter wichtig sein, mir Sicherheit in der Abwehr zu holen. Das ist die Basis in meinem Spiel", sagte er. Doch der 24-Jährige muss seine Kräfte nun verteilen. Denn "realistisch gesehen muss Langhoff im Moment die ganze Zeit im Angriff spielen", sagte Trainer Nicolej Krickau.

Das könnte ein schwieriger Spagat werden. "Es wird sicherlich eine Herausforderung, dieselbe Qualität in der Abwehr zu bringen mit der zusätzlichen Belastung im Angriff. Das Niveau so hochzuhalten, dass ich weiterhin genauso in der Abwehr stehe", so Langhoff. Denn auch er braucht Pausen im Spiel. Langhoff hofft deshalb auf einen Lerneffekt und eine Entwicklung. "Einen gewissen Rhythmus und eine gewisse Sicherheit in seinen Aktionen sammelt man sich ja immer mehr an. Und das wir natürlich leichter, je häufiger man solche Situationen macht", sagte er.

Quelle: dpa

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