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Berlin & BrandenburgSieben Ordnungsrufe im Brandenburger Landtag seit der Wahl

24.01.2026, 06:02 Uhr
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Seit der Wahl haben die Landtagspräsidentin und ihre Vizepräsidenten schon mehrere Male einen Ordnungsruf erteilt. Ist das mehr oder weniger als in der vorherigen Wahlperiode?

Potsdam (dpa/bb) - Die Spitze des Brandenburger Landtags hat im vergangenen Jahr siebenmal einen Ordnungsruf erteilt. Davon gingen fünf Ordnungsrufe an Abgeordnete der AfD-Fraktion und zwei an SPD-Abgeordnete, teilte das Parlament auf Anfrage mit. Im Jahr 2024 wurden in den ersten Sitzungen nach der Landtagswahl keine Rufe vergeben.

Im November 2025 bekam der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Dennis Hohloch, zum Beispiel von Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke einen Ordnungsruf für die Äußerung, die Präsidentin solle die Sitzung verlassen. Der AfD-Abgeordnete Lars Hünich wurde kritisiert, weil er CDU-Fraktionschef Jan Redmann einen Scharlatan nannte. Der SPD-Abgeordnete Uwe Adler bekam einen Ordnungsruf, weil er wiederholt laut in den Saal rief.

77 Ordnungsrufe in der vorherigen Wahlperiode

Landtagspräsidentin Liedtke hatte im Dezember 2025 – etwas mehr als ein Jahr nach der Konstituierung des neuen Landtags – ein raueres Klima als zuvor kritisiert. Sie ging nach eigenen Worten allerdings sparsam mit dem Instrument der Ordnungsrufe um.

Das zeigt sich in den Zahlen: In der vorherigen Wahlperiode von 2019 bis 2024 hatte der Landtag insgesamt 77 Ordnungsrufe gezählt – rein rechnerisch wären das etwa 15 Rufe pro Jahr, also mehr als 2025.

Drei Viertel davon gingen an AfD-Abgeordnete, 13 an die Linke, je zwei an SPD, CDU und Freie Wähler.

Quelle: dpa

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