Berlin & BrandenburgUmweltverbände bangen um Klimaplan

"Es droht ein Rückzieher": Brandenburgs Umweltverbände sehen in den Koalitionsverhandlungen von SPD und CDU Risiken für den Klimaplan.
Potsdam (dpa/bb) - Umweltverbände in Brandenburg beklagen eine fehlende politische Rückendeckung bei den Koalitionsverhandlungen von SPD und CDU. Der Naturschutzverband und andere Organisationen befürchten angesichts des knappen Landeshaushalts Geldkürzungen und eine Schwächung ihrer Arbeit.
"Wir beobachten gerade mit großer Sorge ein politisches Rollback beim Naturschutz", sagte der Nabu-Landesvorsitzende Björn Ellner am Vormittag in Potsdam. "Klimaschutz in Brandenburg ist keine freiwillige Aufgabe für rosige Zeiten", sagte der Co-Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Carsten Preuß.
Die Verbände befürchten, dass SPD und CDU den Klimaplan zur Disposition stellen. "Es droht ein Rückzieher", sagte Preuß. SPD und CDU sollten aber ein klares Bekenntnis zum Klimaplan abgeben.
Die frühere rot-schwarz-grüne Landesregierung hatte 2024 nach einer Hängepartie den Klimaplan beschlossen, der sich vor allem an Behörden, Verwaltungen und die Wirtschaft wendet. Die Strategie soll maßgeblich dazu beitragen, bis 2045 Klimaneutralität im Land zu erreichen und klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) einzusparen. Klimaneutralität heißt, dass es unter dem Strich keinen neuen Ausstoß klimaschädlicher Gase mehr geben soll.